Mourinho sieht den Jubel von FK Bodö/Glimt.

Foto: NTB via REUTERS

Nach der für ihn historischen Auswärtsniederlage mit sechs Gegentoren hat Jose Mourinho die Teilschuld im "limitierten" Kader von AS Roma gesucht. 1:6 hatte der stolze italienische Erstligist in der Conference League beim norwegischen Meister FK Bodö/Glimt verloren. Die Schmach ist groß. "Die Roma sieht im Nordmeer ihre Team-Würde versinken", schrieb die Zeitung "La Repubblica".

Erstmals in seiner Laufbahn mit über 1.000 Spielen kassierte der frühere Trainer von Inter Mailand, Real Madrid, Manchester United und Tottenham sechs Gegentreffer. Der 58-Jährige nahm zunächst die Schuld auf sich, hatte er die Startaufstellung seines Teams doch maßgeblich verändert. "Ich habe entschieden, mit dieser Aufstellung zu spielen, also liegt die Verantwortung bei mir." Er habe es mit "guten Absichten" getan. Er habe denen eine Chance geben wollen, die hart arbeiteten, und denen eine Pause gegeben, die "praktisch immer spielen", sagte er.

"Mannschaft mit echten Einschränkungen"

Zugleich sprach er aber auch von einem "limitierten Kader". "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir eine Mannschaft mit echten Einschränkungen sind. Wir haben 13 Spieler, die ein Team repräsentieren, die anderen sind auf einem anderen Niveau", monierte "The Special One", der selbst auch an der Kaderzusammenstellung beteiligt war.

Als "Albtraum" für den Hauptstadt-Club bezeichnete der "Corriere dello Sport" die Partie der Römer. Mittelfeldspieler Lorenzo Pellegrini versuchte nach vorne zu schauen: Man könne nur um Entschuldigung bitten und mit Blick auf kommende, wichtige Partien stärker beginnen. "Wir haben heute eine Schlappe erhalten, die wir verdient haben." Die AS Roma, derzeit auf Platz vier der Serie A, empfängt am Sonntag zu Hause den noch makellosen Spitzenreiter Napoli. (APA; 22.10.2021)