Nachdem Armin Laschet den Weg für einen Nachfolger freigemacht hat, wird dieser erstmals in der Geschichte der Partei von den CDU-Mitgliedern bestimmt.

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Berlin – Die CDU will mit neuen Wegen aus der Krise kommen. Nachdem ihr Chef Armin Laschet nach der verlorenen Bundestagswahl den Weg für einen Nachfolger freigemacht hat, wird dieser erstmals in der Geschichte der Partei von den CDU-Mitgliedern bestimmt. Das hat der Parteivorstand am Dienstag einstimmig beschlossen.

"Jetzt schlägt die Stunde der Basis", erklärte der Generalsekretär Paul Ziemiak. Von 18. November bis 2. Dezember können Interessierte ihre Bewerbung einreichen. Danach gibt es eine digitale Vorstellungsrunde bis zum 16. Dezember.

Keine Doppelspitze

Ist diese beendet, können die rund 400.000 Parteimitglieder abstimmen. Formal muss die Entscheidung im Jänner auf einem Parteitag in Hannover gefällt werden.

Offiziell hat noch niemand aufgezeigt. Es zeichnen sich aber fünf Kandidaturen ab, allesamt von Männern: Ex-Fraktionschef Friedrich Merz, Ex-Umweltminister Norbert Röttgen, dem geschäftsführenden Gesundheitsminister Jens Spahn, Fraktionschef Ralph Brinkhaus und dem Vorsitzenden der Mittelstands-Union, Carsten Linnemann.

Anders als die SPD will die CDU kein Führungsduo wählen. "Es gab keine Sympathie für eine Doppelspitze", sagte Noch-Parteichef Laschet nach der Sitzung. (bau, 2.11.2021)