Olaf Scholz (SPD) bei seiner Rede im Bundestag am Donnerstag.

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Berlin – SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hält angesichts der Rekordneuinfektionen weitere Corona-Maßnahmen für nötig. "Wir müssen eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme am Arbeitsplatz treffen", sagte der Finanzminister am Donnerstag im Bundestag. Dort solle künftig die 3G-Regel gelten – Zugang also nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. Er äußerte Sympathie für 2G-Regelungen in den Bundesländern, etwa in Restaurants oder bei Veranstaltungen. Dabei wird nur Geimpften und Genesenen Zugang gewährt. Wichtig sei aber, diese Regelungen auch zu kontrollieren. "Es muss auch umgesetzt werden."

Dritte Impfung

Scholz sagte zudem, die Impfquote sei noch immer zu niedrig in Deutschland. Wichtig seien nun Auffrischungsimpfungen, zunächst für Ältere. "Das ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate." Das könne über Hausärzte, mobile Teams und Impfzentren geschehen. Krankenhäuser würden die nötigen finanziellen Mittel bekommen, um der Lage Herr zu werden. Zudem würden die Voraussetzungen jetzt geschaffen, wieder kostenlose Tests anzubieten. (Reuters, 11.11.2021)