Polizei sichert im August in einem Dorf in Zacatecas das Gebiet, wo eine Leiche entdeckt wurde – hauptsächlich sind die Kartelle für diese Verbrechen verantwortlich.

In Zentralmexiko hat die Polizei die Leichen von zehn Männern entdeckt. Neun der Opfer hingen auf einer Brücke in der Ortschaft San Pedro Piedra Gorda, teilte die Regierung des Bundesstaates Zacatecas am Donnerstag mit. Ein weiterer Toter lag demnach auf der Straße darunter. Die Provinzregierung verurteilte die Tat als ein "abscheuliches Verbrechen". Die Polizei suche nach den Verantwortlichen. Die Opfer wurden zur Identifizierung zum gerichtsmedizinischen Dienst gebracht.

Kartelle kämpfen um Vormachtstellung

Zacatecas erlebt derzeit eine Welle der Gewalt. Erst vor wenigen Tagen waren ein Polizeichef und zwei Polizisten der Stadt Loreto entführt und später tot aufgefunden worden. Nach Medienangaben ringen in der Region das Sinaloa-Kartell, das Kartell Jalisco Nueva Generación und das Kartell Los Talibanes um die Kontrolle über die illegalen Geschäfte.

In ganz Mexiko werden derzeit fast 100 Tötungsdelikte pro Tag registriert. Die Gewalt geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Gangs, die in Drogenschmuggel, Schutzgelderpressung und Benzindiebstahl verwickelt sind. Viele unterhalten Beziehungen zu Politik und Sicherheitskräften. (APA, 19.11.2021)