Einstein verfasste das versteigerte Dokument gemeinsam mit seinem Freund Michele Besso.
Foto: REUTERS/Antony Paone

Bei einer Auktion in Paris ist ein Manuskript des Physikers Albert Einstein zur Relativitätstheorie für eine Rekordsumme von 11,6 Millionen Euro versteigert worden. Das Dokument erzielte damit am Dienstagabend im Auktionshaus Christie's einen viel höheren Erlös als erwartet. Einstein hatte es in den Jahren 1913 und 1914 mit seinem Kollegen und Vertrauten, dem Ingenieur Michele Besso, verfasst.

Experten bei Christie's hatten den Wert des Dokuments im Vorfeld der Auktion auf zwei bis drei Millionen Euro geschätzt. Es handle sich "zweifellos um das wertvollste Einstein-Manuskript", das jemals bei einer Auktion angeboten worden sei. Handschriftliche Forschungsmanuskripte des Physikers aus dieser Zeit seien "äußerst selten", erklärte man im Auktionshaus. Ein anderes bekanntes Dokument aus dieser entscheidenden Phase in Einsteins Forschungen, das "Züricher Notizbuch", befindet sich im Einstein-Archiv in Jerusalem.

Die Ausstellung des Manuskripts vor der Versteigerung im Pariser Auktionshaus.
Foto: REUTERS/Antony Paone

Millionenschwere Briefe

Einsteins Relativitätstheorie hat das Verständnis der Menschheit vom Universum und wichtiger physikalischer Phänomene grundlegend revolutioniert. Sie zählt zu den großen physikalischen Theorien des 20. Jahrhunderts.

Bereits in der Vergangenheit erzielten Manuskripte Einsteins Millionenerlöse. Ein Brief über Gott kam 2018 für 2,8 Millionen Euro unter den Hammer, ein Brief über das Geheimnis des Glücks brachte im Jahr 2017 rund 1,39 Millionen Euro ein. Ein Schnäppchen war der ebenfalls 2017 versteigerte Brief, den Einstein im Jahr 1938 aus dem Exil in den USA an Michele Besso schickte: Er kostete seinen jetzigen Besitzer umgerechnet 26.000 Euro. (APA, red, 23.11.2021)