Es ist nicht klar, warum der US-Konzern rund um CEO Elon Musk auf die Förderung verzichtet.

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Tesla will beim Bau der Batteriefabrik im brandenburgischen Grünheide ohne staatliche Förderung auskommen. Ein entsprechender Antrag sei zurückgezogen worden, teilte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Freitag mit. Tesla bestätigte das und erklärte, weiterhin an seinen Planungen für die Batterie- und Recyclingfabrik in der Gigafactory Berlin-Brandenburg festzuhalten.

Der weltgrößte Elektroautobauer hätte bis zu rund 1,1 Milliarden Euro aus dem IPCEI("Important Projects of Common European Interest")-Fördertopf erhalten können. Warum der US-Konzern darauf verzichtet, wurde auch auf Nachfrage nicht bekanntgegeben.

Teslas erste E-Auto-Fabrik in Europa

Tesla baut in Grünheide seine erste europäische Elektroauto-Fabrik und zusätzlich auch ein Batteriewerk. Bisher fehlt dem US-Konzern die endgültige Baugenehmigung, mit der jedoch noch in diesem Jahr gerechnet wird. Erst am Montag war die Befragung von Kritikern der Fabrik im Rahmen einer Online-Konsultation zu Ende gegangen, nun erfolgt die Auswertung. Tesla will noch dieses Jahr erste Wagen aus der Grünheider Fabrik ausliefern. Später sollen 500.000 Elektroautos jährlich von rund 12.000 Mitarbeitern gefertigt werden.

Der Fabrikbau hat viele Kritiker auf den Plan gerufen. Da Tesla die ursprünglichen Pläne um die Batteriefabrik erweiterte, wurden die Baupläne im Sommer erneut für die Öffentlichkeit ausgelegt und Einwände konnten eingereicht werden. Ein Antrag auf Regionalförderung für das Batteriewerk wurde laut einer Sprecherin des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums nicht zurückgezogen. Über ihn sei noch nicht beschieden worden. (Reuters, 26.11.2021)