Die Mehrheit der Arbeitnehmer bevorzugt einer Studie zufolge hybrides Arbeiten. Ausschließlich von zuhause arbeiten, wollen demnach aber nur wenige.

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Länger schlafen, kein Stau und bequeme Kleidung: Viele Beschäftigte haben das Homeoffice in der Corona-Krise schätzen gelernt. Einer am Mittwoch veröffentlichten, internationalen Studie des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Kollaborationsplattform Slack zufolge wollen 73 Prozent der rund 2.000 Befragten nicht mehr täglich im Büro arbeiten. 40 Prozent würden sogar überlegen, ihren Job zu wechseln, wenn sie fünf Tage die Woche ins Büro müssten. Bei den unter 40-Jährigen ist dieser Anteil mit 60 Prozent noch höher.

Das beliebteste Arbeitsmodell ist der Studie zufolge eine Mischung aus Homeoffice und Büroarbeit: Im Schnitt wollten die Befragten drei Tage die Woche im Büro und zwei Tage von zu Hause aus arbeiten. Dabei sind Dienstag und Mittwoch die beliebtesten Bürotage. Als Vorteil beim hybriden Arbeiten nannten 73 Prozent die Work-Life-Balance, 68 Prozent die Produktivität. Letzteres sehen Führungskräfte jedoch anders. Rund die Hälfte von ihnen sorgt sich darum, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice nicht so produktiv sind. Sie wünschen sich aber im Durchschnitt ebenfalls, dass die Beschäftigten drei Tage die Woche ins Büro kommen.

Das Homeoffice ist aber nicht per se der Wunscharbeitsort. Ein Szenario ist nämlich noch unbeliebter als die 100-prozentige Büropflicht: ein Arbeitsleben, das rein in den eigenen vier Wänden stattfindet. Das wünschten sich nur 13 Prozent. (Reuters, 1.12.2021)