Christian Rosa (re.) einst mit Pamela Anderson und David LaChapelle.

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Als die New Yorker Staatsanwaltschaft Mitte Oktober Anklage gegen Christian Rosa, geborener Weinberger, erhob, war sein Aufenthaltsort nicht bekannt. Zuletzt in Los Angeles wohnhaft, war er laut den FBI-Ermittlern im Februar aus den USA geflohen.

STANDARD-Informationen zufolge wurde er jetzt in Portugal festgenommen. Auf Anfrage bestätigt das Außenministerium aus Datenschutzgründen lediglich die Verhaftung eines österreichischen Staatsbürgers sowie den Kontakt der österreichischen Botschaft in Lissabon mit lokalen Behörden.

"Arglistige Täuschung"

Für den einstigen Shootingstar der Wiener Künstlerszene gilt die Unschuldsvermutung, jedoch wiegen die in der Anklageschrift von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe schwer. Wie berichtet soll er Werke des amerikanischen Künstlers Raymond Pettibon verkauft haben, die jedoch ebenso gefälscht waren wie die Unterschrift Pettibons in den begleitenden Echtheitszertifikaten.

Die verräterische Flasche auf einer Autorückbank, per Instagram in die Welt hinausgetragen.
Foto: Screenshot/Instagram

Arglose Käufer sollen damit von 2018 bis 2020 um hunderttausende Dollar betrogen worden sein. Die Anklage gegen Rosa erfolgte wegen Verschwörung, arglistiger Täuschung und schweren Identitätsdiebstahls. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Hinweise via Instagram

Erste Gerüchte zu Rosas Aufenthalt in Portugal waren Ende Oktober aufgekommen. Einem Bericht von "Vanity Fair" zufolge dürfte seine Frau, das Model Helena Severin, einen entscheidenden Hinweis geliefert haben: Auf Instagram hatte sie Fotos von einem "Mädelswochenende" gepostet. Auf einer der Aufnahmen war eine Wasserflasche mit der Aufschrift "Mil Fontes" zu sehen. Vila Nova de Milfontes ist ein Ort an der Atlantikküste im Südwesten Portugals. (Olga Kronsteiner, 2.12.2021)