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Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Für den LASK war die Teilnahme an der Conference-League-Premiere in dieser Saison nicht zuletzt finanziell ein voller Erfolg. Allein mit dem Startgeld, den Prämien für fünf Siege und ein Remis sowie die Belohnung für den Gruppensieg nahm der Fußballclub aus Oberösterreichs Landeshauptstadt über 6,2 Millionen Euro ein. Um den Herbst auch sportlich zu einem positiven Ende zu bringen, braucht es am Sonntag einen Erfolg gegen die Wiener Austria in der Bundesliga.

"Wir sind mit dem Ziel reingegangen, dass wir Gruppensieger werden wollen. Ich bin sehr glücklich, dass uns das gelungen ist, vor allem noch dazu ungeschlagen", sagte Husein Balic, am Donnerstag erster Torschütze beim 3:0-Erfolg gegen HJK Helsinki in Klagenfurt. "Ein Lob an die Mannschaft, wir haben sehr viel rotiert, aber wollten unbedingt den Sieg, dass wir ungeschlagen bleiben in der Conference League. Das ist uns gelungen, und ich bin überglücklich", fügte Andreas Gruber hinzu. "Es war ein weiterer verdienter Sieg in der Conference League und ein toller Schlusspunkt einer sehr erfolgreichen Gruppenphase", meinte Trainer Andreas Wieland.

Money

In der Conference League waren für jeden Verein in der Gruppenphase 2,94 Millionen Euro Startgeld abzuholen, pro Sieg gab es 500.000 Euro Lohn und pro Unentschieden 166.000 Euro. Alle Gruppensieger erhalten zusätzliche 650.000 Euro. Hinzu kommt noch ein Anteil, der abhängig von individuellem Club-Koeffizienten ist, und obendrein ein Marktanteil, der nach einem komplexen UEFA-Schlüssel berechnet wird.

Über 7 Millionen werden es für den LASK schließlich an Ertrag sein, womit man mehr Geld eingenommen haben wird als die in der Europa League vertreten gewesenen Bundesliga-Konkurrenten Rapid und Sturm Graz. In Zeiten von geringen Zuschauereinnahmen, die wegen Lockdown-Maßnahmen in den Händen zerronnen, nimmt man die Millionen gerne mit. Zumal Sportdirektor Radovan Vujanovic bereits anklingen ließ, dass der Club im Winter-Transferfenster aktiv werden könnte.

Über die Qualität der Gegner im Pool A – Maccabi Tel Aviv, Helsinki und Alashkert Martuni – lässt sich freilich streiten. In den meisten Partien war der LASK wohl nicht mit der gleichen Gegenwehr konfrontiert wie in manchen Bundesliga-Partien. Auch am Donnerstag waren die Finnen nur für Phasen ein ebenbürtiger Kontrahent.

Finden und rotieren

In der ersten Viertelstunde "muss man sich erst einmal finden, wenn man so viel rotiert. Eine ganz neue Abwehr hinten, das ist natürlich sehr schwierig für sie. Aber ich glaube, wir haben das dann sehr gut in den Griff gekriegt und haben zweite Halbzeit fast gar nichts mehr zulassen", erklärte Gruber, der mit einem Tor, einem Assist und weiteren guten Szenen in der Offensive einer der Aktivposten der Athletiker war. Die defensive Dreierkette mit Yannis Letard, Dario Maresic und Felix Luckeneder offenbarte zu Beginn tatsächlich einige Schwächen, die aber zum Glück für die Linzer unbestraft bleiben.

Am Sonntag (17.00) gegen die Austria wird mit großer Sicherheit eine andere Abwehr einlaufen. Und wenn der LASK vor der Winterpause noch einen Schritt Richtung Meistergruppe machen will, darf sie sich keine Fehler erlauben. "Ich glaube, dass wir alle sehr brennen für das Spiel. Wir werden das auf den Platz legen, was wir heute auch gezeigt haben über 90 Minuten, dann wird das sicher positiv ausgehen für uns", sagte Gruber.

Mit einem Sieg würde der Liga-Zehnte LASK bis auf einen Punkt an den Sechsten Austria herankommen. International weiter geht es für die Schwarz-Weißen erst im März, wenn das Conference-League-Achtelfinale ansteht. Ob mit Wieland oder einem anderen Cheftrainer, werde sich in den nächsten Wochen klären, sagte Sportchef Vujanovic. (APA, 10.12.2021)