Die Ermittlungen laufen.

Foto: APA / Barbara Gindl

Bregenz/Hohenems – Nach einer Gewalttat am Donnerstag in Hohenems, die mit dem Tod einer 35-jährigen Frau und eines 47-jährigen Mannes geendet hat, waren am Freitag noch viele Fragen offen. Man ermittle weiter in Richtung Mord und Suizid, erklärte die Polizei. Ob sich dieser Verdacht erhärte, werde erst das Ergebnis der Obduktion zeigen, die für Anfang nächster Woche angesetzt ist.

Als wahrscheinlich gilt nach derzeitigem Ermittlungsstand, dass der Mann die Frau mit einem Messer attackierte und anschließend Suizid verüben wollte. Möglich wäre auch, dass die beiden einander im Zuge einer Auseinandersetzung tödliche Verletzungen zufügten, hieß es.

Verletzungen im Krankenhaus erlegen

Die Frau war gegen 10.40 Uhr mit schweren Stich- und Schnittverletzungen auf der Straße liegend gefunden worden. Passanten, die ihr zu Hilfe kamen, glaubten zunächst an einen schweren Verkehrsunfall. Im daneben stehenden Mehrparteienhaus lebte das kinderlose Paar in einer gemeinsamen Wohnung, aus der die Frau möglicherweise zu flüchten versucht hatte. Laut Polizeiangaben gab es bisher keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt.

Der Mann hatte sich bei Eintreffen der Polizei in der Wohnung eingesperrt, die Tür wurde vom Einsatzkommando Cobra geöffnet. Auch er wies schwere Stichverletzungen auf. Beide wurden ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht und notoperiert, erlagen aber ihren Verletzungen. (APA, 17.12.2021)