Sportminister Werner Kogler (Grüne) hat gute Neuigkeiten für einige Frauenvereine.

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Wien – Das Sportministerium will über eine neue Förderschiene mehr Gendergerechtigkeit im österreichischen Sport erreichen. Mit dem Programm, das "Dream Teams" getitelt ist, werden 66 Frauenvereine aus zunächst acht Sportarten unterstützt: Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Tischtennis, Eishockey, Hockey und Softball. Im kommenden Jahr kommt Faustball als neunte Disziplin dazu. Noch vor Weihnachten wird die erste Jahresförderung ausbezahlt.

Die Gesamtfördersumme beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro im Jahr, ein Drittel davon wird als Sockelbetrag, zwei Drittel werden leistungsbezogen ausgeschüttet. Kriterien sind beispielsweise Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene sowie die Nachwuchsarbeit. Laut Sportminister Werner Kogler (Grüne) werden die so bedachten Vereine ihre Jahresbudgets im Schnitt um 30 Prozent anheben können, bei 50 Prozent ist die Steigerung gedeckelt.

Die zusätzlichen Mittel, die auf Jahre vorgesehen sind und, wie Kogler sagt, "auch mehr werden können", sollen Strukturen stärken, die Trainingsqualität steigern, die Außenwahrnehmung unterstützen und Talente zur Ausübung von Mannschaftssport im Verein motivieren. Nach drei Saisonen soll erhoben werden, wie groß die erzielten Fortschritte sind.

Kogler spricht von einem "Kraftpaket", das den Frauenligen helfen soll, "sukzessive den Abstand zu den Männern zu verringern". Der Sport sei "ein Brennglas für vieles, das sich in der Gesellschaft tut". Frauen bekommen "auch bei vergleichbar guter Leistung" weniger Anerkennung. Kogler: "Sport kann viel dazu beitragen, die Gleichberechtigung voranzutreiben." (fri, APA, 20.12.2021)