Iraks Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi bedankte sich bei der internationalen Koalition für den Kampf gegen den IS.

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Bagdad/Washington – Wie angekündigt ist der Kampfeinsatz der von den USA angeführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak mit dem Jahresende 2021 beendet. "Es befinden sich keine weiteren ausländischen Kampftruppen auf irakischem Boden", teilte die Regierung in Bagdad am Freitag mit. Die Aufgabe der internationalen Anti-IS-Koalition sei nun wie vereinbart, irakische Sicherheitskräfte zu beraten und zu unterstützen.

Die ausländischen Truppen hätten all ihre Kräfte abgezogen und ihre Ausrüstung außer Landes gebracht, hieß es in Bagdad. Der Kampfeinsatz sei beendet, bestätigte die Koalition via Twitter. Die Soldaten seien in beratender Funktion jetzt lediglich "als eingeladene Gäste der Republik Irak" im Land. Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi hatte den Anführern der Koalition und den beteiligten Partnern schon vor einigen Tagen für den Kampf gegen den IS gedankt. "Unsere Sicherheitskräfte stehen bereit, um unser Volk zu verteidigen."

Einsatz begann 2014

Der Einsatz des Bündnisses hatte begonnen, nachdem der IS 2014 große Gebiete im Norden und Westen des Iraks überrannt hatte. Mit internationaler Unterstützung konnten die irakischen Sicherheitskräfte die Extremisten nach und nach zurückdrängen. Im Dezember 2017 erklärte der damalige irakische Regierungschef Haidar al-Abadi den Sieg über den IS.

Die USA hatten im Juli den Abzug der Kampftruppen bis zum Jahresende verkündet. Im Irak waren bisher nach Angaben des Weißen Hauses rund 2.500 US-Kräfte im Einsatz. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Zahl kaum verändern wird, die Soldaten aber künftig offiziell als Ausbilder und Berater im Einsatz sind. Vor allem die einflussreichen pro-iranischen schiitischen Milizen und Parteien im Irak verlangen einen US-Abzug. In den vergangenen Monaten waren mehrfach Einrichtungen angegriffen worden, die von den USA genutzt werden. (APA, 31.12.2021)