Andrew Cuomo wird nicht angeklagt.

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Der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, wird nicht wegen des Vorwurfs angeklagt, eine Ex-Mitarbeiterin gegen ihren Willen an ihrer Brust begrapscht zu haben. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt, gab ebendiese am Dienstag bekannt.

Brittany Commisso hatte ihrem Chef vorgeworfen, sie im Jahr 2020 in seinem Amtssitz belästigt zu haben. Laut Staatsanwalt David Soares sei die Zeugin zwar "kooperativ und glaubhaft" gewesen. Die Beweislage sei jedoch nicht ausreichend genug, um ein Verfahren durchzuführen. Deshalb werde keine Anklage erhoben. "Wie die meisten New Yorker bin ich von Anschuldigungen wie in diesem Fall tief verstört", erklärte Soares. "Ein solches Verhalten hat in einer Regierung und an keinem Arbeitsplatz etwas zu suchen."

Cuomos Anwalt gab keine Stellungnahme ab.

Reihe an Vorwürfen

Der Demokrat Cuomo war nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung im August zurückgetreten. Eine monatelange Untersuchung war zu dem Ergebnis gekommen, dass Cuomo elf Frauen sexuell belästigt hatte.

Im Dezember teilte bereits die Bezirksstaatsanwältin von Westchester mit, dass ein anderer Fall nicht weiter verfolgt werde. Zwei Frauen hatten Cuomo vorgeworfen, sie gegen ihren Willen geküsst zu haben. Auch damals hieß es: Trotz glaubwürdiger Beweise würden die Vorwürfe nicht die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Anklageerhebung erfüllen. Auch die Staatsanwaltschaft in Nassau County gab an, einen Fall nicht weiter zu verfolgen. (red, Reuters, APA, 4.1.2022)