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Der Betrug mit Kryptowährungen hat im vergangenen Jahr einer Studie zufolge Rekordausmaße erreicht. Allerdings erhöhte sich auch das gesamte gehandelte Volumen von Cyberdevisen massiv. Laut Angaben der Marktforschungsfirma Chainalysis vom Donnerstag wurden 2021 bei kriminellen Machenschaften Kryptowährungen im Wert von 14 Milliarden Dollar veruntreut. Das sind 80 Prozent mehr als im Jahr davor und so viel wie noch nie. Das Gesamtvolumen im Krypto-Handel verfünffachte sich der Studie zufolge auf 15,8 Billionen Dollar.

Kryptowährungen und andere Finanzprodukte aus der Cyber-Welt wie Non-Fungible Tokens (NFT) hatten im vergangenen Jahr einen regelrechten Boom erlebt. Die größte und bekannteste Kryptowährung Bitcoin stieg 2021 auf ein Rekordhoch von knapp 69.000 Dollar und gewann in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 60 Prozent. Aktuell kostet ein Bitcoin 42.900 Dollar.

Cyberdevisen werden durch hochkomplexe Berechnungen von Computern erzeugt und im Gegensatz zu klassischen Währungen wie Euro oder Dollar nicht von Notenbanken kontrolliert. Wegen der Betrugsfälle sind Aufsichtsbehörden alarmiert. Sie warnen vor allem Privatleute vor möglichen Totalausfällen ihrer Krypto-Investments. Weltweit arbeiten Finanzaufseher deshalb an einer geeigneten Regulierung für die Branche. (Reuters, 6.1.2021)