BMW zeigt Flagge – mit etwas ganz Grazilem: iX M60. Das bisher leistungsstärkste, schnellste E-Mobil der Weißblauen kommt auf eine Systemleistung von 455 kW (619 PS) und eine Reichweite von bis zu 566 km. Ab 18. Juni, ab 131.800 Euro.

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Die Hauptbotschaft lautet: über 1.000 km Reichweite. Im EQXX, der am Vorabend der CES separat präsentiert und dort dann aber nicht zu sehen war, kommt eine neu entwickelte Batterie zum Einsatz – kleiner, leichter, viel höhere Energiedichte –, die den Anspruch von Mercedes unterstützen soll, man könne und wolle das effizienteste E-Auto der Welt bauen. Laut Hersteller ist die Rede von einem Energieverbrauch unter 10 kWh/100 km, zudem setzt das Forschungsfahrzeug mit cw 0,17 eine Bestmarke auch bei der Aerodynamik.

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Als Nächstes zu erwähnen wäre ein potenzieller Quereinsteiger: Der japanische Technologieriese Sony präsentiert nach zwei Jahren bereits die zweite E-Auto-Studie: Vision S-02. Diesmal also ein SUV, als Siebensitzer konzipiert und 4,90 m lang. Ernst gemeint? Vermutlich, denn schon im Frühjahr wird die Tochter "Sony Mobility" aus der Taufe gehoben.

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Auch die US-amerikanische Stellantis-Tochter Chrysler nutzt die CES-Gelegenheit für ein kraftvolles Lebenszeichen und präsentierte mit dem Airflow Concept eine bereits recht seriennah anmutende Studie. Aus dem wird dann 2025 der erste Elektro-Chrysler mit einer Reichweite von bis zu knapp 650 km. Ob der E-SUV nach Europa kommt? Unwahrscheinlich.

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Die da haben Europa glasklar im Visier, und damit zum türkischen Neueinsteiger Togg: Die "Smart Device"-Studie soll demonstrieren, wie man sich das Design der neuen "Technologiemarke" vorzustellen hat. Bereits 2030 will Togg eine Million Autos in fünf Segmenten bauen, Anfang 2023 macht ein E-SUV im C-Segment (kompakt) den Auftakt.

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Und noch ein Exote, den es nach Europa drängt: Der vietnamesische Hersteller Vinfast, bis vor kurzem geleitet von Opel-Ex-Chef Michael Lohscheller, tritt mit gleich fünf E-Fahrzeugen auf der CES an: VF 5, 6, 7, 8, 9 (Bild). Das Design stammt teils von Pininfarina, avisiert sind zehn Jahre Garantie, geplant ist auch eine Fertigung in Deutschland. (Andreas Stockinger, 7.1.2022)


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