Renault, Nissan und Mitsubishi tun sich zusammen, um kostengünstiger Elektroautos zu produzieren.

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Renault, Nissan und Mitsubishi gehen beim Ausbau der Elektromobilität in die Offensive und stecken Milliarden in gemeinsame Projekte. Für die nächsten fünf Jahre kündigten die drei Unternehmen Investitionen von 23 Milliarden Euro an. Bis zum Jahr 2030 sollen so 35 gemeinsame Elektroautos entstehen.

"Die Allianz wird ihren Platz unter den weltweit führenden Autofirmen behaupten", sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Allianz, Jean-Dominique Senard, am Donnerstag. Allerdings muss sich die seit zwei Jahrzehnten bestehende Gemeinschaft gegen größere Autofirmen mit mehr Geld behaupten.

Elektroautos sollen billiger werden

Die Autohersteller hoffen, Elektroautos mit der Kooperation künftig erschwinglicher machen zu können. Sie setzen auf gemeinsame Plattformen, bis 2026 sollen vier Fünftel aller Modelle darauf basieren, derzeit sind es 60 Prozent. Insgesamt fünf verschiedene Plattformen sollen künftig für Elektroautos aller drei Unternehmen zur Verfügung stehen.

Das nötige Geld stammt aus Finanzierungsrunden, die im vergangenen Jahr angekündigt worden waren. Renault-Finanzchefin Clotilde Delbos sagte, die Summe sei ausreichend. "Wir sind kein Zweitligaspieler, wenn wir zusammenarbeiten", sagte Renault-Chef Luca de Meo.

Allerdings stecken andere Autobauer deutlich mehr Geld in den Ausbau der Elektromobilität. So kündigte Toyota im Dezember an, 70 Milliarden Dollar für die Elektrifizierung seiner Flotte auszugeben, auch Volkswagen investiert doppelt so viel wie Renault. Dazu kommt die Konkurrenz durch Tesla: Der Elektroauto-Pionier fährt der Branche mit einem Rekordumsatz und einer Rendite von 14,7 Prozent davon.

Akku-Produktion als Schlüssel

Um die neuen Elektroautos bauen zu können, wollen sich die drei Autobauer ausreichend Kapazitäten sichern, um bis 2030 rund 220 Gigawattstunden Batterien herstellen zu können. Damit sollen die Batteriekosten bis 2026 halbiert werden, bis 2028 sollen sie um rund zwei Drittel sinken. Details ließen die Autofirmen allerdings offen. (Reuters, 27.1.2022)