Nie zuvor in der Pandemie wurden so viele Neuinfektionen verzeichnet wie in den vergangenen Tagen und Wochen. Gleichzeitig waren noch nie so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft – das spiegelt sich auch in der momentan vergleichsweise niedrigen Krankenhaus- und Intensivstationsbelegung wider. Das veranlasste die Regierung und die Gecko-Kommission vergangene Woche, eine Lockerung der Corona-Maßnahmen anzukündigen.

Die 2G-Pflicht im Handel fällt – die Maske bleibt.
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Ende Jänner ist der Lockdown für Ungeimpfte ausgelaufen– gleichzeitig gilt ab Februar allerdings die Impfpflicht. Ab Samstag wird die Sperrstunde von 22 auf 24 Uhr verlängert. Gelockert wird auch im Veranstaltungsbereich: Statt 25 können nun wieder 50 Personen ohne zugewiesene Sitzplätze zusammenkommen. Ab dem 12. Februar wird die 2G-Verpflichtung im Handel auslaufen. Die FFP2-Masken-Pflicht bleibt aufrecht. Ab dem 19. Februar wird 2G in Gastronomie und Tourismus wieder durch 3G ersetzt.

Die Ankündigungen stoßen allerdings nicht nur auf positive Reaktionen. So übte der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) auf seiner Facebook-Seite scharfe Kritik: "Wir befinden uns gerade mitten in der Omikron-Welle mit täglich neuen Rekordzahlen an Infektionen und haben den Höhepunkt dieser Welle noch nicht erreicht. Es ist daher der falsche Zeitpunkt, um Lockerungsschritte anzukündigen!"

Auch "Violynne" steht besonders der Vorgehensweise kritisch gegenüber:

Für "Mintberry Crunch" ist vor allem die Rückkehr zu 3G fragwürdig:

Dass trotz der Lockerungen die Nachtgastronomie geschlossen bleiben muss, stößt bei "Oneiros" auf Unverständnis:

Wie stehen Sie den angekündigten Lockerungen gegenüber?

Was spricht Ihrer Meinung nach für das Vorgehen, was dagegen? Gehen Ihnen die Lockerungen weit genug? Was sind Ihre Wünsche und Forderungen an die Regierung? Tauschen Sie sich im Forum aus! (mawa, 1.2.2022)