Ab Mitte Februar kann in Volksschulen am Platz auf die Maske verzichtet werden.

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Das Tragen der Maske sei für die Kinder und Jugendlichen in Schulen verständlicherweise nervig, erklärte am Mittwoch Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) am Rande des Ministerrats. Daher wolle man bereits vor dem geplanten Ende der Sicherheitsphase, diese bleibt bis 28. Februar aufrecht, erste Lockerungen vornehmen. Bis Mitte Februar wolle man einen Stufenplan erarbeiten, der weitere Erleichterungen vorsieht.

Ab nächstem Montag, dem 7. Februar, kann die Maske im Turnunterricht abgelegt werden, verkündete Polaschek. Allerdings empfehle man den Schulen und Lehrenden weiterhin, die Sportstunden im Freien und mit ausreichend Abstand abzuhalten.

Der nächste Lockerungsschritt folgt eine Woche später. Ab dem 14. Februar fällt die Maske bei den Kleinsten. Die Volksschülerinnen und Volksschüler dürfen dann an ihrem Platz die Maske ablegen. Der Grund: "Die kleinen Kinder leiden stärker an der Maskenpflicht als andere", sagte der Minister.

Bis 28. Februar gelte aber weiterhin die Sicherheitsphase in den Schulen. Sprich: Bis dahin wird in der Schule weiterhin dreimal pro Woche getestet. Daran ändere sich vorerst nichts, erklärte Polaschek. Eine Änderung sei momentan "keine Frage", schließlich habe man die Verantwortung für 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler. Deren Sicherheit sowie jene des Lehrpersonals hätten oberste Priorität, sagte Polaschek.

Tests für Semesterferien

In Wien stehen kommende Woche aber zunächst einmal die Semesterferien an. Gestaffelt machen danach auch die westlicheren Bundesländer ihre Unterrichtspausen. Um die Sicherheit zu erhöhen, erhalten die Schülerinnen und Schüler für die Ferien zwei Antigentests. Diese sollen vor Schulbeginn verwendet werden, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und eine möglichst sichere Rückkehr in die Schule zu ermöglichen.

Im Februar werde die Lage – in Abstimmung mit den Fachleuten der gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination, der Gecko – laufend evaluiert und neu bewertet. Dass am Mittwoch erneut rund 40.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet wurden, stört im Plan aber nicht.

Derzeit würden von der Bundesregierung ja "generell Lockerungsschritte in Aussicht gestellt", sagte der Minister. Die Situation in den Spitälern sei trotz der hohen Zahl an Ansteckungen gut. (ook, 2.2.2022)