Der russische Pavillon, gestaltet von Alexander Shishkin-Hokusai, anno 2019. Heuer gibt es nichts zu sehen.

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Klare Worte gegen den Krieg in der Ukraine fanden der Kurator Raimundas Malašauskas, die Künstlerin Alexandra Sukhareva und der Künstler Kirill Savwchenkov in den sozialen Medien. Eigentlich hätten sie den russischen Pavillon auf der 59. Biennale in Venedig, die im April startet, gestalten sollen. "Es gibt keinen Platz für Kunst, wenn Zivilistinnen und Zivilisten im Raketenhagel sterben", schrieben Sukhareva und Savchenkov – als in Russland Geborene werden sie ihr Werk nicht auf der Biennale zeigen.

Auch Kurator Malašauskas äußerte sich in einem Post auf Instagram zu seiner Entscheidung: "Der Krieg ist sowohl politisch als auch emotional nicht auszuhalten. Wie Sie wissen, bin ich in Litauen geboren und aufgewachsen, als das Land noch Teil der Sowjetunion war. Ich habe die Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1989 und die Entwicklung meines Landes seitdem miterlebt und genossen. Die Vorstellung, unter einem russischen oder einem anderen Imperium zu leben, ist einfach unerträglich."

Daraufhin gaben die Verantwortlichen für den russischen Pavillon bekannt, dass dieser folglich heuer geschlossen bleibe.

Ukrainischer Pavillon

Indes ist ungewiss, wie es um den ukrainischen Pavillon bestellt ist. Die Arbeit am Beitrag ist aktuell unterbrochen, da die Künstlerinnen und Künstler über die Ukraine verstreut sind und sich in Lebensgefahr befinden, wie sie in einem Statement schreiben.

(red, 1.3.2022)