Am Dienstag wurde das Parkpickerl auf ganz Wien ausgeweitet.

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St. Pölten/Wien – Die am Dienstag erfolgte Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf ganz Wien hat nach Angaben des Landes Niederösterreich im Umfeld der Bundeshauptstadt nicht zu überfüllten Park-&-Ride-Anlagen geführt. Erhebungen in Zusammenarbeit mit den ÖBB hätten eine durchschnittliche Auslastung von 66 Prozent gezeigt, teilte Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) am Samstag mit. Verzeichnet wurde ein Fahrgastanstieg von fünf bis zehn Prozent bei betroffenen Bus- und Bahnlinien.

Verwiesen wurde in einer Aussendung auf eine Aufstockung auf nunmehr rund 42.000 zur Verfügung stehende Pkw-Stellplätze, 32.000 davon im Wiener Umland. "Wir haben gewusst wir müssen handeln – das haben wir auch bestmöglich getan und mit Provisorien und Ausbauten der Park-&-Ride-Anlagen auf das Mehraufkommen reagiert. An der Auslastungsgrenze sind wir in keiner der Anlagen angelangt", zog Schleritzko Zwischenbilanz.

Mehr abgestellte Autos im Umland

Mit dem vorliegenden prozentuellen Anstieg bei den Öffi-Nutzern sei durchaus gerechnet worden. Sehr gut angenommen werde bereits jetzt etwa die neu geschaffenen Buslinie von Korneuburg nach Floridsdorf.

Ein Plus an abgestellten Fahrzeugen wurde in den ersten Tagen des flächendeckenden Wiener Parkpickerls in mehreren Orten im Umland wie etwa in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) registriert. Ähnlich stellt sich die Lage in Gerasdorf im selben Bezirk dar. Hier sollen die Beobachtungen der ersten Woche für die kommende Umsetzung von Kurzparkzonen berücksichtigt werden, hieß es seitens der Stadtgemeinde. "Leider wurde ein Wiener Problem nach Gerasdorf weitergeschoben. Das müssen wir jetzt lösen", sagte Bürgermeister Alexander Vojta (SPÖ) in einer Aussendung. Er nahm zudem Land und Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) in die Pflicht und forderte "ein besseres Angebot für den öffentlichen Verkehr". (APA, 5.3.2022)