Aus Österreich gingen bereits etliche Hilfslieferungen in die kriegsgeschüttelte Ukraine. Hier die Abfertigung von Gütern beim Roten Kreuz.

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Wien – Am Sonntag zog das Innenministerium eine erste Bilanz der Ukraine-Hilfe aus Österreich. Fünf Lkws mit medizinischen Geräten und Desinfektionsmitteln seien bereits in der Ukraine angekommen. Weitere Lkw-Transporte mit unter anderem 10.000 militärischen Schutzhelmen für das von Russland angegriffene Land seien geplant.

Dazu habe es Transporte in Nachbarstaaten der Ukraine gegeben, vorrangig in die wenig finanzkräftige Republik Moldau, mit Schlafmatten, Decken und Feldbetten für die dort ankommenden Flüchtlinge, heißt es in einer Aussendung.

Ein weiterer Lkw mit Hilfsgütern sei in die Slowakei gegangen. Die Transportgüter stammten aus der Katastrophenhilfe, aus den Gemeinden, Bundesländern sowie von Privatpersonen und Unternehmen.

Tausende Unterbringungsplätze

In Österreich selbst seien die Vorbereitungen auf die zu erwartenden Flüchtlinge gut am Laufen. Im Rahmen der Nachbarschaftsquartieraktion der Bundesagentur für Betreuung und Unterstützungsleistungen (BBU), wo sich Private melden können, um Wohnraum zur Verfügung zu stellen, seien 12.000 Wohnplätze für Ukraine-Flüchtlinge mobilisierbar. Weitere tausende Plätze könne die Bundes- und die Länderbetreuung zur Verfügung stellen.

Bei der vor einer Woche eingerichteten Hotline für kriegsvertriebene Menschen aus der Ukraine hätten sich bisher rund 4.000 Menschen gemeldet. 18 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen würden dort rund um die Uhr auf Ukrainisch Auskunft geben.

"Hervorragendes geleistet"

Länder, Gemeinden, Zivil- und Blaulichtorganisationen hätten "in diesen Tagen Herausragendes geleistet", sagt dazu Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Auch die Menschen in Österreich zeigten "nicht nur enorme Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine, sondern bieten vor allem dringend benötigte und schnelle Hilfe an". (Irene Brickner, 6.3.2022)