Die Terrormiliz IS bleibt für die Syrische Armee eine Bedrohung. Das Bild zeigt Soldaten der Syrischen Armee nach dem Angriff der Jihadistenmiliz auf ein Gefängnis in der Stadt Al-Hassaka Ende Jänner 2022

Foto: AP/Baderkhan Ahmad

Damaskus – Bei einem Angriff auf syrische Regierungstruppen sind am Sonntag mindestens 13 Soldaten getötet worden. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) habe in der Wüste von Palmyra einen Bus mit den Soldaten attackiert, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana und sprach von 13 Toten und 18 Verletzten. Der IS bekannte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien gab die Zahl der toten Soldaten mit 15 an. Die Beobachtungsstelle erklärte, seit Jahresbeginn seien bereits 61 Soldaten und Angehörige von pro-iranischen Milizen von IS-Kämpfern in der Wüste getötet worden.

Jihadistenmiliz blieb nach 2016 aktiv

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Der IS hatte im Jahr 2014 weite Regionen des Irak und Syriens erobert. Nach dem militärischen Sieg der US-geführten internationalen Koalition über das vom IS errichtete sogenannte Kalifat im Jahr 2016 blieb die Jihadistenmiliz in der Region aber weiter aktiv. (6.3.2022)