Leider nein – Sportwagen und Cabrios gehören nicht in die Kategorie angemessener Dienstwagen. SUVs teilweise schon.

Foto: apa

Das Dienstauto ist immer noch Teil der Statussymbolik. In den Führungsgremien ist es fast immer Teil des Vergütungspakets. Aber: Hat sich etwas verändert? Das Forum Personal der Branchenplattform ÖPWZ hat aktuell Personalmanager aus 50 unterschiedlichen Firmen in ganz Österreich befragt.

"Mobilität und Dienstwagen sind unverändert ein Thema in Unternehmen. Die Regelungen unterscheiden sich nur in einem Punkt zu früheren Umfragen: Der Umweltgedanke gewinnt immer mehr an Bedeutung", sagt der ÖPWZ-Geschäftsführer und Generalsekretär des Forums Personal, Armand Kaáli-Nagy. "Deshalb spielt der CO2-Ausstoß eine immer größere Rolle, und die E-Mobilität gewinnt an Bedeutung."

Noch Unklarheiten

Allerdings wartet man hier auf eine gesetzliche Anpassung. "Die steuerlichen Fragen bei der E-Mobilität sind noch nicht restlos geklärt, und viele Unternehmen, aber auch Mitarbeiter warten auf die notwendigen Anpassungen. Deshalb zahlen auch Mitarbeiter die Installation der Wallbox-Ladestation – da diese auch sonst versteuert werden müsste. Auch die Frage der Übernahme von Stromkosten beim Laden zu Hause braucht eine Reform", sagt Kaáli-Nagy.

Ansonsten ergibt die Umfrage Bekanntes: Dienstwagen dürfen fast immer auch privat genutzt werden. In der Geschäftsführung und dem Vorstand wie auch für Mitarbeitende auf der oberen Führungsebene gehört ein Dienstwagen zum Vergütungspaket. Sonst erhalten sehr mobile Mitarbeitende einen Firmenwagen – insbesondere im Außendienst. Listenpreis und CO2-Ausstoß begrenzen die Auswahl. Freisprechanlage, Navi und Tempomat gelten als Grundausstattung. Cabrios und Sportwagen sind demnach allerdings tabu. SUVs erlaubt nur eine Minderheit der befragten Personalverantwortlichen.

E-Mobilität hält Einzug

In der überwiegenden Anzahl der Unternehmen (über 80 Prozent) können E-Fahrzeuge als Dienstwagen ausgewählt werden. Mitarbeitende schaffen die Wallbox an – wer den Strom zahlt, ist sehr unterschiedlich: Bei fast der Hälfte zahlt der Arbeitgeber, allerdings kommen 38 Prozent der Firmen nur für das Laden im Unternehmen auf. (Karin Bauer, 7.3.2022)