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Mit IBM steigt der nächste große IT-Anbieter aus dem russischen Markt aus.

Foto: Reuters/Rick WIlking

Der IT-Konzern IBM hat sein gesamtes Geschäft in Russland ausgesetzt. Konzernchef Arvind Krishna stellte das in einem Blogeintrag am Montagabend klar. Er habe von vielen Mitarbeitern Reaktionen auf vorherige Ankündigungen des Konzerns bekommen, räumte Krishna ein.

Zunächst hatte IBM nach der russischen Invasion in die Ukraine bekanntgegeben, westliche Sanktionen zu befolgen, und kündigte in einem zweiten Schritt an, die Verkäufe zu stoppen und keine Geschäfte mit dem russischen Militär zu machen.

Immer mehr Firmen stellen Russland-Geschäft ein

Das Unternehmen gehört mittlerweile zu einer beachtlichen Reihe an Tech-Firmen, die Russland den Rücken kehren. So haben etwa Oracle und SAP ihr Geschäft im Land ausgesetzt, Microsoft hat Verkäufe, Lizenzierungen und Dienste abgestellt. Auch die Streamingdienste Netflix und Spotify haben ihr Angebot eingestellt.

Verschiedene Spielefirmen bieten ihre Produkte ebenfalls nicht mehr in Russland an, darunter Activision Blizzard, CD Projekt RED, Electronic Arts und seit kurzem auch Ubisoft und Take 2. Als eine Reaktion auf die Sanktionen plant Russland die De-facto-Legalisierung von Softwarepiraterie. (APA, red, 8.3.22)