Cressys Aufschlag sorgte in Indian Wells für Erheiterung.

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Es gibt Siege, die schnell aus dem Gedächtnis verschwinden. Und es gibt Niederlagen, die lange in Erinnerung bleiben. Tennisspieler Maxime Cressy hat beim Turnier in Indian Wells wohl Letzteres geschafft. Zwar verlor der US-Amerikaner seine Auftaktpartie gegen Landsmann Christopher Eubanks 7:5, 6:7 (8) und 4:6, im Fokus stand aber danach nur sein kurioses Ass im zweiten Satz. Eubanks sprach gar scherzhaft vom "langsamsten Ass der Tennisgeschichte".

Was war passiert? Beim Stand von 4:3 und 30:0 holte Cressy zum Aufschlag aus, traf den Ball aber nur mit der Oberkante des Schlägers. Ein Malheur, das immer wieder mal auf den Tennisplätzen dieser Welt vorkommt. Nur, normalerweise segelt die Kugel dann ins Out. Nicht so bei Cressy: Sein vermeintlich missglückter Schlag entpuppte sich als Geniestreich.

Die Filzkugel landete nach einem hohen Bogen genau hinterm Netz im Aufschlagfeld. Der sichtlich überraschte Eubanks sprintete zwar noch hin, allerdings hatte der Ball dermaßen viel Drall, dass er seitlich, praktisch parallel zum Netz, unerreichbar wegsprang. Der an diesem Tag stark wehende Wind könnte die Flugbahn ebenfalls begünstigt haben.

Cressy und die Zuschauer hatten jedenfalls sichtlich Spaß an der unfreiwilligen Showeinlage. Die Geschwindigkeit des Aufschlags wurde kurz darauf mit 26 Meilen pro Stunde angegeben, umgerechnet rund 42 Stundenkilometer. Zur Orientierung: Cressys durchschnittlicher erster Aufschlag erfolgte im Match mit 195 Stundenkilometern, sein schnellster mit 217. Eubanks nahm es mit Humor. Er spielt in der zweiten Runde gegen den Norweger Casper Ruud.

Djokovic plant Comeback in Monte Carlo

Nicht dabei in Indian Wells ist Superstar Novak Djokovic. Der Serbe ist nicht gegen das Coronavirus geimpft. Nicht-US-Bürger müssen dies aber für die Einreise in die USA sein. Djokovic verzichtete daher auf ein Antreten. Am Freitag kündigte er an, dass er in Monte Carlo (ab 10. April) spielen will. Dort darf man starten, wenn man innerhalb der vergangenen sechs Monate von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist. Djokovic hatte ja laut seinen Aussagen im vergangenen Dezember ein zweites Mal einen positiven Test abgeliefert. (ag, APA, 11.3.2022)