LASK jagt den Qualifikationsgruppen-Spitzenreiter Ried.

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Pasching – Nur ein Sieg in sechs Pflichtspielen in diesem Jahr, dazu der jüngste Europacup-Dämpfer in Prag: Der LASK sehnt ein Erfolgserlebnis richtiggehend herbei. Gelingen soll das am Sonntag (14.30 Uhr) zum Auftakt der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga in Pasching gegen WSG Tirol. Die Linzer haben zehn Runden Zeit, um den oberösterreichischen Rivalen SV Ried, der als Siebenter derzeit fix im Europacup-Play-off der Liga dabei sein würde, zu überholen. Das ist das Ziel.

LASK hofft auf Selbstvertrauen

Die Truppe von Coach Andreas Wieland nimmt nach dem bitteren Verpassen der Meistergruppe das "untere Play-off" mit einem Rückstand von zwei Punkten als Achter in Angriff. Aber 2022 schaute bisher nur beim 3:0 bei der Admira am 19. Februar ein Sieg heraus. Geht es nach Wieland, soll sich das rasch ändern. "Es ist jetzt wichtig für uns, dass wir uns Selbstvertrauen holen, Punkte sammeln, gute Leistungen zeigen, Tore schießen und Gegentore verhindern", gab der 38-Jährige die Marschroute vor. WSG Tirol könnte als Gegner gut passen, im Cup-Achtelfinale gab es ein Heim-2:1, in der Liga vor eigenem Publikum zudem auch noch ein 3:0, nachdem man in Innsbruck im ersten Saisonduell (1:1) die Punkte geteilt hatte.

Die mit dem Kopf (neun Tore) brandgefährlichen Tiroler zeigten zuletzt mit einem 1:0 in Hartberg und dem ersten Erfolg nach fünf sieglosen Runden auf. Nun kommt es zu einem Duell zweier Teams, die letzte Saison noch "oben" dabei waren. WSG-Coach Thomas Silberberger hofft zumindest auf ein Remis. "Ein Punkt in Linz zum Start der Qualifikationsgruppe wäre für uns sicher sehr hilfreich." Der verpatzte LASK-Auftritt gegen Slavia Prag macht dem Tiroler Mut. "Wer das gesehen hat, hat auch gesehen, dass sie irgendwo Probleme haben, dass es einen Grund dafür gibt, warum sie heuer in der Qualifikationsrunde sind. Nichtsdestotrotz ist der LASK der absolute Favorit in der Gruppe."

Ried hofft auf Ende Auswärtsmisere

Die SV Ried will sich indes über den knapp verpassten Meistergruppen-Startplatz hinwegtrösten. Als Gegner wartet am Samstag auswärts die Admira, die zuletzt mit einem Sieg beim Abstiegskonkurrenten Altach Selbstvertrauen tankte. Nach der Teilung liegen nur vier Punkte zwischen dem Spitzenreiter aus dem Innviertel und dem Vorletzten aus Maria Enzersdorf. Den Riedern gelang in dieser Saison lediglich ein Liga-Auswärtssieg – ein 2:1 im November gegen die Admira. "Wir wollen unsere Auswärtsschwäche ablegen und zeigen, dass es auch auswärts geht", kündigte Trainer Robert Ibertsberger an.

Die Admira kämpft dagegen gegen ihre Heimmisere, die Niederösterreicher verloren ihre vergangenen sechs Partien in der Südstadt. "Es zählt jeder Punkt. Daher ist es höchste Zeit, dass wir daheim wieder einmal anschreiben", meinte Trainer Andreas Herzog.

Hartberg hofft auf Schmidt

Die Hoffnungen des TSV Hartberg vor dem Auswärtsspiel am Samstag gegen den SCR Altach ruhen unter anderem auf dem Trainereffekt. Klaus Schmidt nimmt erstmals auf der Bank der Steirer Platz, unter dem Nachfolger von Kurt Russ soll nach zuletzt drei Niederlagen ohne erzieltes Tor eine Trendwende gelingen. Zumindest einen Punkt könnte der TSV gut gebrauchen, denn der Vorsprung auf das Schlusslicht beträgt nur fünf Zähler.

Schmidt das Duell mit seinem früheren Arbeitgeber (2017-2018) als richtungsweisend. "Wir sind bereits am Scheideweg. Es liegt an uns, ob es wir es uns in der restlichen Saison einfacher oder schwerer machen." Bei einem Sieg dürften die Hartberger mit dem Europacup-Play-off spekulieren, im Falle einer Niederlage wäre man im Abstiegskampf.

Auch die Altacher könnten ein Erfolgserlebnis gut gebrauchen, warten sie doch schon seit dem 1:0 gegen den LASK am 24. Oktober des Vorjahres auf einen Sieg. Danach setzte es zehn Niederlagen, in denen insgesamt nur ein einziges Tor gelang. Co-Trainer Manu Hervas gelobte Besserung. "Wir wissen, wie wichtig das Spiel ist. Das Play-off-System gibt uns neue Hoffnung", sagte der Spanier in Vertretung seines Chefs Ludovic Magnin. Der Schweizer musste sich laut Clubangaben einem "kleinen Eingriff an der Niere" unterziehen. Ob er am Samstag coachen kann, ist noch offen. (APA, red, 11.3.2022)

Technische Daten

1. Runde Qualifikationsgruppe – Samstag:

FC Admira – SV Ried (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 17.00 Uhr, SR Spurny). Bisherige Saisonergebnisse: 1:2 (a), 1:2 (h)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Ostrzolek, Bauer, Lukacevic – Ebner, Malicsek – Mustapha, Kerschbaum, Vodhanel – Surdanovic

Ersatz: Hadzikic – Major, Elmkies, Nikolow, Ganda, Starkl, Vorsager

Es fehlt: Schmiedl (erkrankt)

Fraglich: Babuscu (Oberschenkel)

Ried: Haas – Wießmeier, Meisl, Plavotic, F. Seiwald – Pomer, Ziegl – Bajic, Nutz, Mikic – Nene

Ersatz: Wendlinger – Lackner, Weberbauer, Offenbacher, Stosic, Lercher, Satin, Canadi

Es fehlen: Sahin-Radlinger (gesperrt), Chabbi (Ellbogenbruch)

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SCR Altach – TSV Hartberg (Altach, Cashpoint Arena, 17.00 Uhr, SR Grobelnik). Bisherige Saisonergebnisse: 2:1 (a), 0:2 (h)

Altach: Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Ndiaye – Nimaga – Thurnwald, Gaudino, Haudum, Edokpolor – Monschein, Nuhiu

Ersatz: Odehnal – Mischitz, Netzer, Bitsche, Aigner, Bischof, Krizman

Es fehlen: Reiter (Bänderriss im Knöchel), Bukta (Trainingsrückstand), Riegler (Schulterverletzung), Nanizayamo (Kniegelenkszerrung)

Hartberg: Swete – Farkas, Sonnleitner, Gollner, Klem – Diarra, Heil – Niemann, Aydin, Avdijaj – Tadic

Ersatz: Sallinger – Rotter, Kofler, Horvat, Lemmerer, Kainz, Sturm

Es fehlt: Kröpfl (Knöchelverletzung)

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Sonntag:

LASK – WSG Tirol (Pasching, Raiffeisen Arena, 14.30 Uhr, SR Eisner). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 3:0 (h). Cup-Achtelfinale: 2:1 (h)

LASK: Schlager – Potzmann, Boller, Twardzik, Renner – B. Jovicic, Holland – Balic, Michorl, Goiginger – Schmidt

Ersatz: Lawal/Gebauer- Wiesinger, Letard, Maresic, Luckeneder, Hong, Flecker, Nakamura, Sako

Es fehlen: Horvath, Gruber (beide erkrankt), Raguz (verletzt), Filipovic (Aufbautraining)

Fraglich: Wiesinger (angeschlagen)

WSG: Oswald – Rogelj, Behounek, Stumberger, Schulz – Blume, Ogrinec, Naschberger, Ertlthaler – Vrioni, Prica

Ersatz: Ozegovic – Tomic, Ranacher, Müller, Skrbo, Forst, Sabitzer

Es fehlen: Anselm (nach Kreuzbandriss), Awoudja (Trainingsverbot wegen Long Covid)