Einwohner der nordöstlichen chinesischen Provinz Jilin stehen Schlange, um sich einem Corona-Test zu unterziehen.

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Peking – Chinas tägliche Corona-Infektionszahlen haben den höchsten Wert seit Ende der ersten Pandemie-Welle in Wuhan vor zwei Jahren erreicht. Am Samstag meldete die nationale Gesundheitskommission landesweit 1.524 lokale Ansteckungen, darunter 1.048 asymptomatische Fälle. China hat 1,4 Milliarden Einwohner.

Erst am Freitag wurde die nordostchinesische Metropole Changchun nach mehreren Hundert Corona-Infektionen in einen Lockdown geschickt. Wie die dortigen Behörden bekanntgaben, darf pro Haushalt nur noch alle zwei Tage eine Person für Einkäufe die Wohnung verlassen. Alle rund neun Millionen Bewohner der Stadt sollten auf das Virus getestet werden.

Bisher lokal begrenzte Infektionsstränge

Nach der ersten großen Corona-Welle in Wuhan konnte China das Virus mit strengen Maßnahmen schnell unter Kontrolle bringen. Seitdem hält die Volksrepublik an einer epidemiologischen Nulltoleranzstrategie mit strengen Maßnahmen fest. So kam es in den letzten zwei Jahren lediglich zu lokal begrenzten Infektionssträngen mit wenigen Fällen, die rasch durch Lockdowns und Massentests eingedämmt werden konnten.

Doch seit Omikron Anfang Jänner erstmals in der ostchinesischen Hafenmetropole Tianjin entdeckt wurde, fürchten Gesundheitsexperten, dass die ansteckendere Corona-Variante die chinesischen Schutzmaßnahmen an ihre Grenzen bringen könnte. (APA, 12.3.2022)