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Arbeitet als Gastchefredakteur an einer Jubiläumsausgabe der "Presse am Sonntag" mit: Ai Weiwei.

Foto: REUTERS/Lisa Leutner

Wien – Der chinesische Künstler und Aktivist Ai Weiwei ist derzeit nicht nur mit seiner Ausstellung "In Search Of Humanity", die am heutigen Dienstagabend in der Albertina modern eröffnet wird, in Wien präsent. Zum 13-jährigen Bestehen der "Presse am Sonntag" hat Ai Weiwei die Jubiläumsausgabe als Gastchefredakteur mitgestaltet. Die Sondernummer wird am 27. März erscheinen und ist dem Thema "Freiheit" gewidmet.

Dabei will sich der Künstler mit den "großen Fragen der Menschlichkeit" auseinandersetzen, wie mitgeteilt wurde. Eine Redaktionssitzung hat in Portugal stattgefunden, wo Ai Weiwei seit dem Vorjahr lebt. Entstanden sei das Projekt sehr gemeinschaftlich: "Wir sind ein Team. Und ich bin einer der Motoren des Teams", wurde der Künstler zitiert. Inhaltliche Schwerpunkte sind naturgemäß dem Krieg in der Ukraine sowie der Situation von Flüchtenden nicht nur aus dem osteuropäischen Staat, sondern auch aus Syrien, Venezuela, Myanmar und Afghanistan gewidmet.

"Presse"-Herausgeber Rainer Nowak zeigte sich von der Zusammenarbeit mit Ai Weiwei durchwegs angetan. "Unsere Redaktionskonferenzen in Wien und Lissabon haben uns vor allem gezeigt, wie kreativ und bescheiden ein Künstler sein kann, der schon viel erleben musste und konsequent für Freiheit, Demokratie und die Rechte von Minderheiten kämpft." Den "letzten Schliff" soll die Jubiläumsausgabe diese Woche erhalten. "An ein paar publizistischen Überraschungen arbeiten wir noch", versprach Nowak. (APA, 15.3.2022)