2021 stand Sänger Peter Kraus als Stinktier auf der "Masked Singer"-Bühne auf ProSieben.

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Unterföhring/Wien – Mit den Tieren, die in den vergangenen Jahren als Vorlage für die Kostüme der ProSieben-Show "The Masked Singer" herhielten, könnte man einen prächtigen Tierpark ausstaffieren. Leopard, Flamingo, Schildkröte, Hummer, Chamäleon oder Faultier – alles schon dabei gewesen. Selbst ein Quokka, ein dauergrinsendes Beuteltierchen, besang schon die Bühne. Die Masken waren stets ungemein liebevoll und kunstfertig genäht- aber mitunter auch ein bisschen Basiskurs Zoologie.

Vielleicht ist es daher gar nicht schlecht, dass am Samstag (19. März, 20.15 Uhr) das Design für eine Maske in die Hände von Menschen gelegt wird, deren Gedankengänge kaum vorhersehbare Wendungen nehmen: Kinder. Vergangenen Herbst hatte ProSieben junge Zuschauer aufgerufen, ihre "verrücktesten Vorschläge" für eine neue Maske einzusenden. Eine Idee wurde ausgewählt, geschneidert und ist in der neuen Staffel zu sehen, die am Samstag beginnt. Noch ist nicht bekannt, welcher Entwurf gewonnen hat. Es soll sich aber um ein "Fantasiewesen" handeln.

Familientaugliche Samstagabend-Show

Die Idee steht sinnbildlich für den Weg, den die ProSieben-Show seit ihrem Start 2019 genommen hat. Neuerungen wurden stets behutsam eingeführt. Das hielt frisch, kratzte aber nicht am Kern der nach wie vor gut funktionierenden Show-Maschinerie. Zudem zeigt die Hinwendung zum jungen Publikum, als was man "The Masked Singer" mittlerweile verstehen kann: als familientaugliche Samstagabend-Show, bei der sowohl für die Oma als auch die Enkel etwas dabei ist.

Der Sendeplatz am Samstag ist auch die – naja halbe – zweite Neuigkeit der Staffel. Die vergangene Ausgabe, die Sänger Alexander Klaws (38) gewann, war zwar ebenfalls dort ausgestrahlt worden. Allerdings hatte ProSieben den Termin damals als eine Art singuläre Aktion erklärt, um der treuen Zuschauerschaft des Formats, das zuvor bis in die Nacht an Dienstagen oder Donnerstagen gelaufen war, einen Wunsch zu erfüllen. Nun bleibt es dabei.

Matthias Opdenhövel soll wieder moderieren

An der Grundidee wird gleichwohl nicht geschraubt. Sie besagt: Promis treten als Sänger auf, verstecken ihre wahre Identität aber hinter opulenter Ganzkörperkostümierung. Nur ihre Stimme und ein paar – oft ungemein verschachtelte – Hinweise lassen erahnen, wer unter der Maske stecken könnte. Nach und nach werden die Kandidaten enttarnt, bis am Ende ein Sieger feststeht, der erst dann seine Maske ablegt.

Als Moderator ist – wie zuvor – Matthias Opdenhövel vorgesehen, auch wenn der 51-Jährige in den vergangenen Tagen mit einer Corona-Infektion zu kämpfen hatte. Über das Rateteam, das die ersten Tipps zu den Promis unter den Masken abgeben darf, ist noch nichts verkündet worden. Zuletzt waren Ruth Moschner (45) und Rea Garvey (48) als Stammkräfte aber gesetzt. Zumindest denkbar erscheint, dass sie auch in der neuen Staffel herumrätseln dürfen.

Gute Quoten

Bisher hat dieses Kernkonzept – diese Melange aus Rätseln, Quatsch und bewährten Kräften – sehr gut funktioniert. "The Masked Singer" fuhr stets gute Quoten ein. So gut, dass Revolutionen vorerst auch nicht notwendig erscheinen. Dazu passt, dass in der neuen Staffel neben dem Kinder-Kostüm auch wieder reichlich Figuren aus der Tierwelt auftreten werden – unter anderem ein Koala, ein Gorilla, ein Seestern, eine Möwe und ein Zebra. Der Tierpark wird noch größer. Vielleicht könnte man sich da an der Österreich-Ausgabe ein Vorbild nehmen, wurde hier doch vor rund einem Jahr Roberto Blanco enttarnt – er steckte in einem Germknödel. (APA, dpa, 16.2.2022)