Wien – Die Gehälter für Journalistinnen und Journalisten sowie für kaufmännische Angestellte in Zeitungsbetrieben werden um 3,2 Prozent angehoben. Darauf haben sich der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und die Gewerkschaft GPA am Dienstag geeinigt. Die Erhöhung tritt für Journalisten mit 1. Juni, für kaufmännische Angestellte mit 1. April in Kraft, wie in einer Aussendung mitgeteilt wurde.

Honorare für Freie steigen

Auch die Honorare für freie Journalistinnen und Journalisten steigen. Für 1.000 Zeichen sind künftig 45 Euro statt derzeit 43 Euro vorgesehen, wobei auf den nächsten vollen Euro aufzurunden ist. Claudia Gradwohl, Vizepräsidentin des VÖZ und Leiterin der Verhandlungen auf der Arbeitgeberseite, sah einen "tragbaren Kompromiss" gegeben, "der von wechselseitigem Verständnis für die schwierige Situation getragen ist".

Massiv steigende Papier- und Energiepreise

Als Herausforderungen für die Branche nannte sie etwa massiv steigende Papier- und Energiepreise. Von schwierigen Rahmenbedingungen sprach auch Eike-Clemens Kullmann, Verhandlungsleiter der JournalistInnengewerkschaft in der GPA. "Unter diesem Gesichtspunkt konnte ein akzeptabler Abschluss erzielt werden", so Kullmann. (APA, 16.3.2022)