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Hängt fest: Aktivist im Goodison Park.

Foto: Reuters/LEE SMITH

Liverpool – Evertons Last-Minute-Sieg gegen Newcastle hat am Donnerstag für kuriose Szenen gesorgt. Alex Iwobi traf beim 1:0-Heimsieg in der neunten Minute der Nachspielzeit, Trainer Frank Lampard brach sich beim anschließenden Torjubel einen Knochen in der Hand. Für eine achtminütige Unterbrechung hatte in der zweiten Halbzeit zuvor ein Aktivist gesorgt, der sich mit einem Kabelbinder um den Hals an die Torstange gebunden hatte.

Der Mann trug ein Shirt mit der Aufschrift "Just Stop Oil", eine britische Kampagne, die sich gegen die Aufschließung von Ölfeldern in der Nordsee richtet. Schon beim Spiel zwischen Liverpool und Arsenal am Mittwoch hatte ein auf den Rasen gestürmter Mann versucht, sich mit den Händen an die Torstange zu binden. Im Goodison Park von Everton sammelten sich Sicherheitskräfte minutenlang um den angebundenen Platzstürmer, ehe ein Bolzenschneider zum Einsatz kam. Der Aktivist wurde danach vom Feld getragen.

Lampard wartete nach Spielende mit einem anderen Anekdote auf. Der 43-Jährige – durch Evertons Absturz auf Platz 17 der Tabelle unter Druck – berichtete von einem gebrochenen Knochen in der Hand. Das Malheur sei beim Jubel nach dem 1:0 passiert. "Ich bin irgendwo angestoßen", sagte Lampard. "Ich habe gegen nichts geschlagen, aber zwei Minuten später habe ich gemerkt, dass meine Hand zittert und schmerzt. Aber für die drei Punkte nehme ich das in Kauf", meinte der ehemalige Chelsea-Star. Everton liegt nun drei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. (APA; 18.3.2022)