Barcelona jubelt, Real trauert.

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Aubameyang-Schupferl zum 4:0.

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Salto.

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Sich feiern lassen.

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Ganz in Schwarz hat das Weiße Ballett von Real Madrid einen Sonntag zum Vergessen erlebt. Ausgerechnet in ihren pechschwarzen Jubiläumstrikots zum 120-jährigen Vereinsbestehen mussten die Königlichen gegen den FC Barcelona durch ein demütigendes 0:4 (0:2) nach fünf Clasico-Erfolgen in Serie wieder eine Niederlage hinnehmen. Der an diesem Abend indisponierte ÖFB-Star David Alaba spielte bei den Hausherren durch. Barca hingegen feierte seinen höchsten Erfolg im Bernabeu seit über sechs Jahren.

Klare Angelegenheit

Einen schwarzen Tag erwischte Alaba, der bei seinem ersten Clasico im Heimstadion der Königlichen mehr oder weniger großen Anteil an allen Toren hatte. Vor dem 1:0 durch Pierre-Emerick Aubameyang (29.) entschied er sich im Abwehrzentrum anstatt für eine Kopf- für eine nicht mögliche Fußabwehr, beim 2:0 ließ er im Verbund mit Eder Militao dem Kopfballtorschützen Ronaldo Araujo zu viel Platz (38.).

In den ersten Sekunden der zweiten Hälfte vergab Ferran Torres alleine vor Thibaut Coutrouis die Hundertprozentige auf das 3:0, besserte eineinhalb Minuten später seinen Schnitzer nach Assist von Aubameyang aber aus. Auch hier schrieb Alaba mit einem schlechten Pass an der Vorgeschichte des Treffers mit. Dass er ca. fünf Minuten darauf das Abseits aufhob, und den Weg für Aubameyangs Lupfer zum 4:0 freimachte (51.), passte ins Bild – auch jenes des VAR, der noch konsultiert werden musste.

Im Finish sorgte der Wiener aber auch für einen der wenigen Offensivakzente der Hausherren, Barca-Goalie Marc-Andre ter Stegen konnte seinen Versuch entschärfen (79.). Ohne den verletzten Torjäger Karim Benzema brachte die Offensive der Madrilenen fast nichts zustande.

Trotzdem souveräner Tabellenführer

Zuletzt hatte Barca im November 2015 mit 4:0 bei Real Madrid gewonnen. In den zurückliegenden sechs Klassikern war dem Klub kein Sieg mehr gelungen. Nur mit Glück verhinderten die Hausherren die höchste Niederlage seit mehr als 48 Jahren. Im Februar 1974 war Real sogar mit 0:5 gegen den katalanischen Erzrivalen untergegangen.

Real hat an der Tabellenspitze trotz seiner ersten Heimpleite der Saison neun Runden vor Schluss immer noch neun Punkte Vorsprung vor dem FC Sevilla (1:1 bei Rayo Vallecano). Barcelona behauptete zwölf Zähler hinter Real den dritten Rang vor dem punktgleichen Titelverteidiger Atletico Madrid. Die zum fünften Mal nacheinander erfolgreichen Katalanen haben allerdings noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Der FC Villarreal rangiert nach einem 0:1 (0:0) beim Abstiegskandidaten FC Cadiz auf Platz sieben. (APA, sid, red, 20.3.2022)