Nachdem die steigenden Sprit- und Energiepreise bereits in den vergangenen Wochen bei vielen für Unmut sorgten und die Rufe nach Maßnahmen zur Gegensteuerung laut wurden, hat die Regierung am Wochenende ein milliardenschweres Entlastungspaket präsentiert. Dieses soll neben einer Senkung der Erdgas- und Elektrizitätsabgabe auch Förderungen für alternative Antriebsformen in Betrieben oder Windkraft- und Photovoltaikprojekte beinhalten, ebenso sind 150 Millionen Euro für Preissenkungen und eine Angebotserweiterung der Öffis in Aussicht gestellt. Für Diskussionen sorgte aber vor allem die Ankündigung, Pendlerinnen und Pendler zu entlasten.

Pendlerinnen und Pendler profitieren vom Maßnahmenpaket – das stößt bei vielen auf Kritik.
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So sieht das Energiepaket eine 50-prozentige Erhöhung des Pendlerpauschales und eine Vervierfachung des Pendlereuros bis 30. Juni 2023 vor. Das stößt vor allem bei Umweltorganisationen auf immense Kritik, aber auch für SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian ist die Maßnahme wenig treffsicher und nicht sozial gerecht. Denn obwohl die Teuerung die Geringverdiener am meisten schmerze, komme das jetzige Pendlerpauschale besonders Menschen mit hohem Einkommen zugute, so Katzian. Das Momentum-Institut findet gut, dass das höhere Pendlerpauschale Haushalte mit hohem Mobilitätsbedarf entlaste, es habe aber Schwächen bei der sozialen Gerechtigkeit und beim Klimaschutz. Für "ovejita" ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar:

Dass es sich dabei nur um eine kurzfristige Lösung handeln sollte, zeigt dieser Beitrag auf:

Was halten Sie von der Erhöhung des Pendlerpauschales?

Was spricht dafür, was dagegen? Sind Sie selbst davon betroffen? Wie stehen Sie dem Energiepaket generell gegenüber? Welche Maßnahmen hätten Sie sich gewünscht, die dieses nicht beinhaltet? Tauschen Sie sich im Forum aus! (mawa, 22.3.2022)