Cash rules everything around football.

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London – Manchester City hat den FC Barcelona an der Spitze der umsatzstärksten Fußball-Klubs in Europa abgelöst. Laut der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hat Englands Meister in der Saison 2020/21 umgerechnet 644 Millionen Euro generiert, die "Citizens" sprangen damit von fünf auf eins. Dahinter rangieren Real Madrid (641), der FC Bayern München (611) und der nunmehr auf Platz vier aufscheinende FC Barcelona (582).

In der Spielzeit 2019/20 stand Barça mit 715 Millionen Euro noch an der Spitze. Der finanziell angeschlagene Klub hat Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro. Das Ranking und die Berechnungen sind natürlich maßgeblich durch die "verheerende Wirkung" von Covid-19 gekennzeichnet, schrieben auch die Autoren. Transfererlöse werden in der Studie nicht berücksichtigt.

Einbußen bei Spieltagseinnahmen

So mussten praktisch alle Topklubs im Bereich der Spieltagseinnahmen die größten Einbußen hinnehmen. Mit 111 Millionen Euro sind diese Erlöse laut Deloitte auf dem niedrigsten Niveau in der Geschichte der seit 25 Jahren durchgeführten Studie. Zwei Berechnungsjahre früher – also vor Ausbruch der Pandemie – lag diese Gesamtsumme die Top 20 betreffend noch bei 1,5 Milliarden Euro.

In der Tabelle der 20 umsatzstärksten Klubs des Kontinents scheinen dank der hohen TV-Einnahmen elf Premier-League-Klubs (55 Prozent) auf. Zum Vergleich: Mit Juventus (9.) und Inter Mailand (14.) sowie Bayern (3.) und Borussia Dortmund (12.) finden sich nur jeweils zwei Klubs aus Italien und Deutschland. Neu im Ranking sind Leicester City (15.), West Ham (16.), Wolverhampton (17.) und Aston Villa (20./207,3). City, das die "Money League" erstmals anführt, erzielt 52 Prozent vom Umsatz (335,9) durch die Einnahmen aus Fernsehrechten. Bei den Bayern etwa sind es vergleichsweise bescheidene 42 Prozent (254,5).

Salzburg nicht in den Top 30

Österreichs Meister Salzburg hat laut Kennzahlen der Bundesliga im Geschäftsjahr 2020/21 bei Einnahmen von 112 Millionen einen Gewinn von knapp fünf Millionen Euro lukriert. Dies allerdings inklusive Transfer-Erlösen, die einen gewichtigen Teil davon ausmachen. Der Bundesliga-Krösus findet sich nicht in den Top 30 der Studie wieder.

Insgesamt setzten die 20 Vereine 8,2 Milliarden Euro um und bewegten sich damit fast auf dem Niveau der Saison 2019/20. Der Rekord wurde 2018/19 mit 9,3 Milliarden Euro verbucht. Der Gesamtumsatz hat sich im 25-jährigen Untersuchungszeitraum mehr als versiebenfacht. Eine Fußnote der Studie: Erstmals stellen alle 20 Klubs auch ein Frauen-Team. (APA, 21.3.2022)