Eine neue Tesla-Fabrik hat in Deutschland den Betrieb aufgenommen.

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Der US-Elektroautopionier Tesla nimmt mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden die Produktion in seinem ersten europäischen Werk in Grünheide bei Berlin auf. "Tesla wird in den kommenden Monaten Tausende weitere Mitarbeiter einstellen", erklärte das Unternehmen am Dienstag zur Eröffnung der Fabrik. Bei Vollauslastung würden bis zu 12.000 Beschäftigte dort tätig sein. Kunden sollten am Dienstag die ersten 30 Autos des Model Y in Empfang nehmen.

Firmengründer Elon Musk erwartet hochrangigen Besuch und Hunderte Gäste zur Eröffnungsfeier. Angekündigt sind der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sowie Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Bauen ohne Genehmigung

Die fünfte große Tesla-Fabrik weltweit wurde in Rekordzeit von nur zwei Jahren errichtet, indem das Unternehmen auf eigenes Risiko baute, ohne dass alle Genehmigungen vorlagen. Diese wurden trotz der Proteste von Bürgern und Umweltverbänden, die schädliche Folgen für die Wasserversorgung, Tier- und Pflanzenwelt befürchten, Anfang März endgültig erteilt. Auch zur Eröffnung war zu Protestaktionen vor dem Werk aufgerufen worden. Am Dienstagmorgen blieb es vor dem Werkstor aber ruhig. Neben Mitarbeitern und den Käufern der ersten 30 ausgelieferten Neuwagen wurden auch Tesla-Fanclubs erwartet.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte im Rundfunk Berlin-Brandenburg, die Landesregierung sei stolz auf die Ansiedlung des Autobauers. "Wir haben der Welt ein Schnippchen geschlagen. Keiner hat sowas Brandenburg zugetraut", sagte er. Kritik am Wasserverbrauch der Autofabrik wies er zurück. Für das Werk sei genügend Wasser vorhanden, wie auch gerichtlich bestätigt sei. Bei einer Erweiterung müssten zusätzlich Quellen erschlossen werden, wofür Tesla bezahlen müsste. (APA, 22.3.2022)