Den einst Copa Cagrana genannten Abschnitt bei der Neuen Donau, quasi am Fuße des großen DC Tower 1, hat die Stadt Wien bereits umgestaltet. Nach einem langjährigen Streit mit dem bisherigen Pächter wurden in die Jahre gekommene Lokalgebäude dort abgerissen, auf mehr Grünflächen gesetzt und das Freizeitareal auf Copa Beach umbenannt.

Ein ähnliches Konzept verfolgt die Stadt auf der direkt gegenüberliegenden Seite des Wassers. Die bisher Sunken City genannte Lokalmeile auf der Donauinsel soll ebenfalls zugunsten von mehr Freiflächen adaptiert werden. Das ist möglich, weil die Verträge mit den bisherigen Pächtern Ende dieses Jahres auslaufen. Die bestehenden Gastro-Gebäude der Sunken City werden abgerissen.

Die Sunken City soll eine neue Promenade erhalten – mit neuen Gastro-Gebäuden, aber weniger Gastro-Fläche als bisher.
Rendering: Mostlikely Architecture & Common Space Team

Im September des Vorjahres wurde von der Stadt ein Gestaltungswettbewerb im Einklang mit dem Hochwasserschutz ausgeschrieben. Betroffen ist die Fläche von der Reichsbrücke flussaufwärts bis zum ersten Badesteg samt dem ehemaligen Inselcafè – aber exklusive des markanten Leuchtturms, der weiterhin bestehen bleibt.

Grundkonzept steht

Am Mittwoch wurde das Siegesprojekt unter 14 teilnehmenden Konzepten von Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) präsentiert. Dieses sieht ein erstes Grundkonzept für eine neue Waterfront mit leichterem Zugang zum Wasser vor.

Bei der Sunken City soll es einen leichteren Zugang zum Wasser und eine neue Badelandschaft geben.
Rendering: Mostlikely Architecture & Common Space Team

Das Mostlikely Architecture & Common Space Team baut auf eine Badelandschaft, mehr Sportflächen, aber auch reduzierte Gastro-Bereiche inklusive neu zu errichtender Gebäude. Die horizontalen Stützwände, die es in diesem Uferbereich gibt, sollen durch Grünflächen und eine neue Wegeführung entlang des Wassers ersetzt werden.

Ein konkreter umsetzungsbereiter Plan muss von den Architekten aber erst erarbeitet werden. Eingereicht werden soll das Projekt bis zum Herbst diesen Jahres.

In den Plänen ist auch ein sogenanntes Treehouse neben der Badezone vorgesehen.
Rendering: Mostlikely Architecture & Common Space Team

Baustart für Herbst 2023 angepeilt

Vonseiten der Stadt ist ein Baustart im Herbst 2023 geplant – sofern bis dahin alle wasserrechtlichen Genehmigungen vorliegen und mögliche Widmungsänderungen durchgeführt werden können. Die Jury unter Architekt Albert Wimmer empfahl dem siegreichen Team, bei der Neugestaltung der Uferzonen mit dem Büro NL Architekts aus Amsterdam zusammenzuarbeiten.

Auch ein Café ist geplant – etwas weggerückt vom Ufer.
Rendering: Mostlikely Architecture & Common Space Team

Die Umsetzung des Projekts wird laut Auskunft von Sima in Etappen erfolgen: Die sommerliche Nutzung soll so wenig wie möglich eingeschränkt werden. (krud, 23.3.2022)