Das Gericht untersagte eine Werbung der Apothekerkammer, die den Arztbesuch bei kleineren Beschwerden als unnötig darstellte.

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Wien/Linz – Die Ärztekammer für Oberösterreich hat gegen eine ihrer Meinung nach irreführende und unlautere Werbeeinschaltung der Apothekerkammer, wonach bei kleineren Erkrankungen der Besuch in der Apotheke reiche, vor dem Handelsgericht Wien Klage erhoben und nun in erster Instanz recht bekommen. Ein Facebook-Posting der oberösterreichischen Ärztekammer bestätigt einen diesbezüglichen Bericht der "Kronen Zeitung".

Werbung untersagt, keine Strafzahlung

In dem eingeklagten Werbespot heißt es: "Wenn Lina zu viel in der Sonne war, hustet, eine Erkältung oder Fieber hat, geht ihre Mutter Melanie zuerst in die Apotheke. Denn kleinere Erkrankungen lassen sich mit der dortigen Beratung einfach lösen – besonders am Wochenende und in der Nacht." Das Gericht kam zu dem Schluss, dass diese Tätigkeiten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten sind. Es dürfe nicht der Eindruck vermittelt werden, dass Apotheker diese Tätigkeiten durchführen dürfen. Das Gericht untersagte weitere derartige Werbung, eine Strafzahlung wird für die Apothekerkammer laut "Kronen Zeitung" aber nicht fällig. (APA, 1.4.2022)