So soll die neue U5-Station Elterleinplatz einmal aussehen

OLN Office Le Nomade

Wien – Der Ausbau der Wiener U-Bahn ist in vollem Gang. Ab 2026 soll die neue Linie U5 zwischen Karlsplatz und der neuen Station Frankhplatz verkehren. Die Verlängerung der U2 bis zur Station Matzleinsdorfer Platz soll – auf einer neuen Linienführung ab der künftigen U2/U5-Doppelhaltestelle Rathaus – 2028 abgeschlossen sein. Für diese Ausbaustufe hat Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) im Vorjahr nach Abschluss der Detailplanungen und Ausschreibungen Gesamtkosten von 2,1 Milliarden Euro genannt. Diese sind laut Hanke "vorausvalorisiert", sie sollten also auch mit einer erwarteten Preisbasis nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2028 Bestand haben.

Die aktuellen Teuerungen samt erheblicher Preissteigerungen bei Baustoffen bereiten Hanke aber auch "Kopfzerbrechen", wie er am Freitag einräumte. Vorerst sei man aber weiterhin "im Zeit- und Kostenplan". Der Grund dafür ist laut Hanke, dass man bei den finanziellen Verhandlungen mit dem Bund zur Kostenteilung auch "Pufferszenarien" eingepreist habe. Hanke schließt aber nicht aus, dass es zu Nachverhandlungen kommt, sollten die Kosten aufgrund der aktuellen Inflation oder anderer Unsicherheiten aus dem Ruder laufen. Für diesen Fall hätten sich Bund und Stadt auf ein gemeinsames Gremium verständigt, in dem diese Fragen besprochen würden.

Drei weitere U5-Stationen bis Elterleinplatz geplant

Nach Abschluss dieser Ausbaustufe soll die U5 über die neuen Stationen Arne-Karlsson-Park und Michelbeuern-AKH (Umsteigemöglichkeit zur U6) zur neuen vorläufigen Endstation Elterleinplatz führen. Ein Baubeginn wird für 2026 oder 2027 angepeilt. Am Freitag hat Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) dieses Projekt zur Detailplanung und Umsetzung an das Ressort von Hanke übergeben.

Ein Rendering der neuen U5-Station Arne-Karlsson-Park.
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Genaue Kosten für diesen Abschnitt, die dann auch bei der geplanten Eröffnung Bestand haben sollen, wurden noch nicht kommuniziert. Diese sollen erst nach der Detailplanung feststehen. Eine Größenordnung wurde von Hanke aber bereits genannt: So soll der gesamte bisher geplante U-Bahn-Ausbau (U5 bis Hernals, U2 bis zum Wienerberg) rund sechs Milliarden Euro kosten. Eine Fertigstellung ist zwischen 2032 und 2035 geplant.

Hanke und der damalige Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hatten sich im Vorjahr hier auf eine Kostenteilung verständigt. Die Finanzierung sei gesichert, sagte Hanke am Freitag. Ein Bericht des Wiener Stadtrechnungshofs vom November 2021 legte allerdings bereits nahe, dass mit vorausvalorisierten Gesamtkosten von rund 6,449 Milliarden Euro für den U2/U5-Ausbau zu rechnen sei – auf der geschätzten Preisbasis von 2032.

2026 sollen die Bauarbeiten für die erste Stufe der U5-Verlängerung abgeschlossen sein.
Grafik: Der Standard

Neuer Fußgängerübergang beim AKH geplant

Den U2/U5-Ausbau bezeichnete Sima am Freitag als größtes Wiener Klimaschutzprojekt der nächsten Jahre. Mit der U5-Verlängerung würden vor allem die Linien U6, die Straßenbahnlinie 43 und die Buslinie 13A entlastet. Bei der Station Michelbeuern-AKH ist auch ein neuer Fußgängerübergang geplant. Bei der Station Arne-Karlsson-Park werden die Straßenbahnlinien neu organisiert. In Zukunft soll in jede Richtung ein kreuzungsfreies Umsteigen zwischen U-Bahn und Bim möglich sein.

Bei der U5/U6-Doppelstation Michelbeuern-AKH ist ein neuer Fußgängerübergang zwischen U5 und U6 geplant.
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Hanke verwies darauf, dass mit dem Ausbau insgesamt 30.000 Arbeitsplätze gesichert werden. Auch eine hohe Wertschöpfung werde geriert. (David Krutzler, 1.4.2022)