Die Flucht über den Meerweg zählt zu den gefährlichsten Routen.

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Athen – Die griechische Küstenwache hat westlich der Halbinsel Peloponnes rund 70 Migranten von einer in Seenot geratenen Segeljacht aufgegriffen. Die überwiegend aus Afghanistan und dem Irak stammenden Menschen wurden in den südgriechischen Hafen von Pylos gebracht, berichtete der griechische Staatsrundfunk am Samstag. Die Migranten hatten am Vortag bei starkem Wind im Ionischen Meer ein Notsignal gesendet.

Regelmäßige Aufgriffe

Seit Monaten werden immer wieder Migranten im Mittelmeer vor Kreta oder der Halbinsel Peloponnes aufgegriffen. Schleuser versuchen, sie von der türkischen Ägäisküste oder auch aus anderen Staaten im Osten des Mittelmeers auf dieser sehr gefährlichen Route nach Süditalien zu bringen. Wegen der langen Fahrt kommt es nach Angaben der griechischen Küstenwache häufig zu Maschinenschäden oder anderen Havarien der in der Regel uralten Boote. (APA, 2.4.2022)