Die entscheidende Szene im Finish, als Junuzovic den Ball zum Sieg ins Tor bugsierte.

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Kam, traf und jubelte: Zlatko Junuzovic.

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Sucic hatte die Bullen voran gebracht.

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Rapid hatte nach dem Ausgleich durch Druijf wieder Hoffnung getankt.

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Letztlich ziemlich geknickte Rapidler (Christoph Knasmüllner und Thorsten Schick).

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Salzburg – Österreichs beste Fußballmannschaft heißt Red Bull Salzburg. Das war vor dem Wochenende so, das ist nach dem Wochenende so. Als jüngster Beleg dient ein 2:1-Heimsieg des Serienmeisters gegen Rapid. Den rettete in der 94. Minute ausgerechnet Zlatko Junuzovic, dem die Fans angesichts seines bevorstehenden Abschieds eine Choreografie widmeten.

Die Hütteldorfer versuchten sich von Beginn an in Ebenbürtigkeit, das gelang nur kurz. Junior Adamu köpfelte in der 13. Minute vom Elferpunkt vorbei, Luka Sučić machte es besser. Der 19-Jährige versenkte den Ball mit herrlicher Schusstechnik aus gut 20 Metern im langen Eck (17.). Dazwischen hatte Mo Camara für ein heftiges Foul an Ferdy Druijf Dunkelgelb gesehen.

Minute 23: Capaldo flankt butterweich, Noah Okafor köpfelt aus wenigen Metern, Rapid-Goalie Niklas Hedl hält im Vollsprint. Salzburg dominierte, bestach durch Ballsicherheit und Bissigkeit. Okafor überspielte Emanuel Aiwu und wollte mit dem Außenrist zaubern, das ging daneben (33.). Keine 60 Sekunden später riss Hedl die Hände bei Adamus unplatziertem Schuss hoch und rettete so sein Nasenbein.

Fruchtlose Dominanz

Rapids Entlastungsangriffchen waren mäßig erwähnenswert, das gepflegte Rausspielen von hinten gelang nur selten. Dass es mit 1:0 in die Pause ging, war in erster Linie fehlender Salzburger Konsequenz und zahnlosen Standardsituationen zuzuschreiben.

Aus dem nichtigsten Nichts gelang Rapid der Ausgleich: Am Sechzehner kam der Ball zu Druijf, der traf zum 1:1 (52.). Nach misslungenen Schüssen von Capaldo, Okafor und Sučić erstarkte Rapid. Ein Konter endete bei Andreas Ulmer (63.), Bernhard Zimmermann ließ einen schwachen Abschlag ungestraft.

Es war eine sehenswerte Partie. Druijf blockte Capaldos Schuss, Aiwu grätschte eine Hereingabe knapp am eigenen Tor vorbei (74.). Rapid schien mit gutem Stellungsspiel den Punkt zu holen, ehe Junuzovic zuschlug. Der Routinier staubte neun Minuten nach seiner Einwechslung nach einem Adeyemi-Querpass ab (94.) und sagte danach: "Das ist Wahnsinn. Mir ist die eine oder andere Träne gekommen." (schau, 3.4.2022)

Fußball-Bundesliga (25. Runde) – Meistergruppe (3. Runde):

Red Bull Salzburg – SK Rapid Wien 2:1 (1:0). Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 15.217 Zuschauer, SR Harkam.

Tore:
1:0 (17.) Sucic
1:1 (52.) Druijf
2:1 (94.) Junuzovic

Salzburg: Köhn – Kristensen, Solet, Wöber, Ulmer – Capaldo, Camara (76. Kjaergaard), Sucic (85. Junuzovic), N. Seiwald – Adamu (62. Sesko), Okafor (62. Adeyemi)

Rapid: N. Hedl – Schick, Aiwu, K. Wimmer, Moormann – Grahovac, R. Ljubicic – Petrovic (46. Knasmüllner), Druijf, Grüll – Zimmermann (69. Auer)

Gelbe Karten: Camara, Capaldo, Sesko, Kristensen, Adeyemi bzw. K. Wimmer, Grüll