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Die "Menschen, Zeichen, Wunder"-Reihe des ORF widmet sich am Ostermontag dem Wiener Stephansdom.

Foto: Reuters, HEINZ-PETER BADER

Wien – "Menschen, Zeichen, Wunder" nennt sich die bereits neunte Folge der 2015 gestarteten ORF-3-Dokumentarfilmreihe über den Stephansdom, die als Höhepunkt eines ORF -Programmschwerpunkts rund um das Thema Ostern am Ostermontag Premiere feiert (20.15 Uhr). Diesmal widmen sich Drehbuchautor Peter Beringer und Regisseur Manfred Corrine Menschen, "deren Leben durch den Dom eine Wendung genommen hat", wie es in der Ankündigung heißt.

Steffls Mysterien

Für die porträtierten Menschen sei das Bauwerk ein "ganz besonderer Ort und jeder Tag im 'Steffl' auch eine Begegnung mit Gott", heißt es dazu. "Immer wieder tauchen sie in Mysterien ein, die nur der Glaube verstehen kann." Ein Beispiel ist etwa der Sakristan Ghandi Karnig, der von einem jungen Mann erzählt, der einst mit einer schweren Erkrankung im Spital lag. Seine Mutter wollte eine Messe für ihn lesen lassen, Karnig gab der Mutter das Bild eines Priesters mit, "der über Jahrzehnte die Wundmale der Kreuzigung gezeigt hatte", so die Ankündigung. Dieses habe die Mutter dem Sohn unter den Kopfpolster gelegt, zwei Tage danach habe er eine passende Spenderniere gefunden.

Eine weitere Geschichte über "transrationale Erfahrungen" erzählt der Seminarist Peter Bungenberg, der eines Nachts in der Bibliothek einen Mann im Priestergewand sah. Am nächsten Morgen wurde ihm ein Foto genau jenes Mannes gezeigt – ein längst verstorbener Priester, "der im Unfrieden mit Gott und der Kirche dahin gegangen war". Dompfarrer Toni Faber dazu: "Wir haben dann mehrere Messen zu seiner Seelenruhe zelebriert, seither sind keine Vorkommnisse dieser Art mehr bekannt."

Hader im Heiligen Land

Vorangehen wird der ORF 3-Premiere ein dichtes Oster-Programm in der Karwoche: So begab sich etwa der Kabarettist Josef Hader für die Dokumentation "Wie die Bibel heilig wurde – Josef Hader im Heiligen Land" (7. April, 22.50 Uhr) zum ersten Mal in seinem Leben auf die Spur der Entstehungsgeschichte der Bibel an historisch bedeutsamen Orten in Israel. Am 12. April folgt die Reportage "Jesu letzte Tage" (20.15 Uhr), Charlton Heston und Yul Brynner sind am 13. April im Monumentalepos "Die zehn Gebote" (20.15 Uhr) zu sehen. Am Gründonnerstag steht ab 19 Uhr in "ORF 3 Live" der erste Tag des "Triduum Sacrum aus der Barockkirche Pinkafeld" auf dem Programm. Um 20.15 Uhr folgt mit "Die Passion Christi" Mel Gibsons Historienfilm über den Leidensweg von Jesus von Nazareth. Am Ostersonntagabend, dem 17. April, zeigt man die Verfilmung der Rockoper "Jesus Christ Superstar" (21.50 Uhr) aus dem Jahr 1972.

Der fünfteilige ORF-3-"Themenmontag" am Ostermontag beginnt schließlich um 20 Uhr mit "Gedanken zum Stephansdom". Darin geben Prominente aus Politik und Religion Einblicke in ihre Gedanken zum heurigen Osterfest und erinnern sich an ganz persönliche Begebenheiten im Dom. Um 20.15 Uhr folgt "Stephansdom: Menschen – Begegnungen – Mysterien", danach zeigt ORF 3 drei Dokumentationen, die sich mit der Architektur, der Geschichte und der Gegenwart sakraler Bauten in Österreich beschäftigen. (APA, 5.4.2022)