Der Österreichische und der Deutsche Presserat haben ihr "Media Literacy Toolkit" erweitert.

Screenshot: Youtube / Presserat

Der Österreichische und der Deutsche Presserat stellen Lehrerinnen und Lehrerinnen neue Materialien für das "Media Literacy Toolkit" zur Verfügung. Mit den zusätzlichen Materialien, die im Rahmen des von der EU-Kommission unterstützen Projekts "Media Councils in the Digital Age" erstellt wurden, soll die Medienkompetenz von Jugendlichen weiter gestärkt werden. Das Toolkit ist in englischer Sprache erhältlich und auf die Lehrerschaft beschränkt.

In einem Zeitalter der Desinformation sei Medienkompetenz für die heutige Jugend wichtiger denn je, heißt es in einer Aussendung des Österreichischen Presserates. Das Toolkit ermöglicht Rollenspiele, mit denen das Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern für die Bedeutung von Pressefreiheit, unabhängigen Medien und Pressefreiheit gesteigert werden soll. Zudem soll es den Jugendlichen helfen, zwischen glaubwürdigen und unglaubwürdigen Quellen zu unterscheiden.

Österreichischer Presserat

Zu den zusätzlichen Materialien zählen acht neue Fallstudien, in denen es um Themen wie Privatsphäre, Persönlichkeitsrechte, menschliche Würde und Diskriminierung geht. Ein neues Video mit Presserat-Geschäftsführer Alexander Warzilek und Daniela Kraus vom Presseclub Concordia fokussiert auf die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung. Ein zweites Video mit Warzilek und Katherine Sarikakis von der Universität Wien hat Medien und Privatsphäre zum Thema.

Österreichischer Presserat

Außerdem wurde ein eigener Podcast produziert, um ein jugendliches Zielpublikum zu erreichen. Insgesamt enthält das "Media Literacy Toolkit" nun 17 Fallbeispiele und Rollenspiele aus Österreich, Belgien, Finnland, Deutschland und der Schweiz sowie vier Videos und einen Podcast. (red, 7.4.2022)