Ludovic Magnin in Action. Der Fachbegriff für ein Foto wie dieses in Kombination mit dem zugehörigen Titel lautet übrigens "Text-Bild-Schere".

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Innsbruck – In der 26. Runde der Fußball-Bundesliga empfängt die WSG Tirol in der Qualifikationsgruppe Schlusslicht SCR Altach. Mit einem Sieg im Tivoli-Stadion in Innsbruck könnten die Tiroler einen großen Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt machen. Bei Altach wird der Druck zusehends größer – könnte man meinen. Ludovic Magnin gab sich jedoch noch betont gelassen. "Wir müssen noch nicht all-in gehen. Es gibt noch sieben Spiele", meinte der Schweizer Trainer der Vorarlberger.

Zuletzt hat Altach immerhin drei Spiele in Serie nicht verloren, darunter war auch der 2:1-Auswärtssieg bei der SV Ried. Der Rückstand auf den elften Platz und den TSV Hartberg beträgt aktuell nur zwei Punkte. Die WSG liegt als Neunter nur noch vier Zähler vor dem SCR. "Die WSG hat den Vorteil, dass sie aktuell mehr Punkte auf dem Konto hat. So ein letzter Platz, welchen wir schon länger innehaben, ist natürlich belastbar", sagte Magnin und meinte damit wohl "belastend". "Spielerisch müssen wir wieder an die Leistung vom Ried-Spiel anknüpfen."

Der ehemalige Deutschland-Legionär verwies darauf, dass sich im Fußball viel im Kopf abspiele. "Der Mix zwischen mentaler und sportlicher Ebene muss stimmen. Ansonsten werden wir nicht viele Punkte holen können." Der kommende Gegner mache für ihn einen soliden Eindruck. "Sie haben keine außergewöhnlichen Stärken, aber ebenso keine eklatanten Schwächen", sagte Magnin über die Wattener.

Ried will Platz eins, Hartberg ein Tor

Während die SV Ried nach dem Sieg gegen den LASK im Oberösterreich-Derby in der Qualifikationsgruppe angekommen ist, herrscht in Hartberg angespannte Stimmung. Neun Runden sieglos, 567 Liga-Minuten ohne Torerfolg und nur noch zwei Zähler vom letzten Tabellenrang entfernt – die jüngere Statistik spricht vor dem Antritt im Innviertel am Samstag (17.00 Uhr) nicht unbedingt für die Oststeirer. Ried will indes den ersten Platz – aktuell einen Zähler vor dem LASK – verteidigen.

Die Spielvereinigung empfing Hartberg zuletzt am 2. März zum Duell. Im Halbfinale des ÖFB-Cups siegte Ried mit 2:1. Robert Ibertsberger erwartete nun erneut ein enges Spiel. Hartberg sei eine spielerisch starke Mannschaft. "Wir dürfen sie nicht zu viel ins Spiel kommen lassen und ihnen damit Selbstvertrauen geben", betonte Rieds Trainer. "Viele glauben, dass sie angeschlagen sind. Aber sie haben ihre Qualitäten und deshalb müssen wir gut aufpassen."

LASK gegen Lieblingsgegner

Der LASK will sich für die Derby-Niederlage gegen Ried rehabilitieren und beim Lieblingsgegner Admira in der Qualifikationsgruppe am Samstag (17.00 Uhr) einen wichtigen Dreier im Kampf um Platz sieben holen. "Gegen die Admira wollen wir ein anderes Gesicht zeigen, der Auftritt vom vergangenen Wochenende darf sich nicht wiederholen", sagte LASK-Trainer Andreas Wieland mit Blick auf das 0:2 gegen die Innviertler.

Im Duell gegen die Südstädter haben die Linzer die Chance auf Wiedergutmachung, dabei soll auch die clubeigene Rekordserie von zehn Siegen in Folge gegen die Admira nicht abreißen. Wieland, der auf den gesperrten Verteidiger Yannis Letard verzichten muss, erwarte von seinen Spielern "hundertprozentige Bereitschaft", nur so könne seine Mannschaft "wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren". In der Qualifikationsgruppe liegt der LASK derzeit auf Platz zwei, einen Punkt hinter Ried sowie einen Zähler vor der Admira auf Rang vier. (APA, red, 8.4.2022)

Mögliche Aufstellungen Qualifikationsgruppe – 4. Runde:

SV Ried – TSV Hartberg (Ried, josko Arena, 17.00 Uhr, SR Pfister). Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 (a), 1:0 (h); ÖFB-Cup-Halbfinale: 2:1 (h).

Ried: Sahin-Radlinger – Wießmaier, Meisl, Plavotic, Pomer – Stosic, Ziegl – Bajic, Nutz, Nene – Mikic

Ersatz: Haas – Jovicic, Lackner, F. Seiwald, Satin, Offenbacher, Chabbi, Canadi

Es fehlt: Gragger (Schambein)

Hartberg: Swete – Farkas, Steinwender, Gollner, Klem – Kainz, Diarra – Paintsil, Aydin, Sturm – Tadic

Ersatz: Sallinger – Rotter, T. Kofler, Horvat, Erhardt, Niemann, Schmerböck

Es fehlen: Heil (gesperrt), Avdijaj (Oberschenkel), Kröpfl (muskuläre Probleme)

Fraglich: Sonnleitner (angeschlagen)

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FC Admira – LASK (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 17.00 Uhr, SR Weinberger). Bisherige Saisonergebnisse: 1:3 (a), 0:3 (h)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Ostrzolek, Bauer, Lukacevic – Ebner, Vorsager – Ganda, Kerschbaum, Vodhanel – Surdanovic

Ersatz: Hadzikic – Major, Brugger, Schmiedl, Gattermayer, Elmkies, Mustapha, Nikolow

Es fehlen: Malicsek (gesperrt), Ristanic (krank), Babuscu (Oberschenkel), Luan (Muskelfaserriss)

LASK: Schlager – Potzmann, Boller, Wiesinger, Renner – Holland, Michorl – Flecker, Goiginger, Horvath – Balic

Ersatz: Gebauer – Filipovic, Luckeneder, B. Jovicic, Hong, Nakamura, Gruber, Schmidt

Es fehlen: Twardzik (Bänderriss Sprunggelenk), Jovicic, Raguz

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WSG Tirol – SCR Altach (Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 17.00 Uhr, SR Schüttengruber). Bisherige Saisonergebnisse: 0:0 (h), 3:0 (a)

WSG: F. Oswald – Ranacher, Behounek, Stumberger, Schulz – Müller, Blume – Rogelj, Ogrinec, Prica – Vrioni

Ersatz: Ozegovic – Awoudja, Smith, Ertlthaler, Skrbo, Sabitzer, Tomic

Es fehlen: Koch (gesperrt), Naschberger (Adduktoren), Anselm (nach Kreuzbandriss)

Altach: Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Nanizayamo – Mischitz, Haudum, Gaudino, Nimaga, Schreiner – Monschein, Bischof

Ersatz: Odehnal – Netzer, Ndiaye, Prokop, Aigner, Reiter, Nuhiu

Es fehlen: Edokpolor (rekonvaleszent), Thurnwald (angeschlagen), Bukta (bei zweiter Mannschaft), Krizman (Bänderverletzung), Riegler (Schulterverletzung)