Einen Vorschlag zur Neuordnung der Medienförderungen hat der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen formuliert.

Foto: Reuters/Shelley Christians

Wien – Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen hat einen Vorschlag zur Neuordnung der Medienförderungen formuliert. Das Vorhandensein einer Wissenschaftsredaktion mit angestellten Journalistinnen und Journalisten solle ein Förderkriterium werden, ließ der Klub am Mittwoch in einer Aussendung wissen. So könnte der Berufsstand seine wesentliche Aufgabe im Sinne der Demokratie noch besser erfüllen. Diese sieht der Klub darin, Fakten von Meinungen zu trennen sowie zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu vermitteln, um Grundlagen für fundierte Entscheidungen zu liefern.

Die Bedeutung von Wissenschaftsjournalismus sei im Zuge der Corona-Pandemie und des fortschreitenden Klimawandels zwar gestiegen, aber diese Aufmerksamkeit spiegle sich nicht in verbesserten Arbeitsbedingungen wieder, monierten die Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen. Die Redaktionen seien nicht gewachsen und nur ein kleiner Teil der Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten sei in Österreich auch fest angestellt und könne von seiner Arbeit leben.

Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) startete im Februar Konferenzen zu medienpolitischen Herausforderungen. Als Schwerpunkte sind dabei auch die Neustrukturierung der Einschaltungen der öffentlichen Hand wie auch der Medienförderungen vorgesehen. (APA, 20.4.2022)