Rettungskräfte vor dem Eingang zur Mine.

Foto: EPA / Zbigniew Meissner

Warschau – Bei Bergungsarbeiten nach einem Grubenunglück mit fünf Toten ist es in einem polnischen Steinkohlebergwerk erneut zu Methangasexplosionen gekommen. Acht Retter wurden dabei verletzt, drei von ihnen schwer, teilte der Chef der Gebietsverwaltung Schlesien am Freitag der Nachrichtenagentur PAP mit.

In dem Bergwerk in Pniówek südlich von Kattowitz hatten sich am Mittwoch bereits zwei Methangasexplosionen ereignet. Mehrere Bergleute und Retter wurden dabei verschüttet. Fünf Personen konnten nur noch tot geborgen werden, nach sieben Verschütteten wird weiter gesucht.

Bergungsteams hatten am Donnerstag versucht, eine Rohrleitung zum Unglücksort zu verlegen, um die Luft mit Sauerstoff anzureichern. Dabei habe sich die Atmosphäre unter Tage jedoch ganz plötzlich verschlechtert, sagte der Leiter der Rettungsaktion. Als sich zwei Bergungsteams bereits zurückgezogen hätten, sei es zu der Serie von Explosionen gekommen. Die Bergungsarbeiten wurden zunächst unterbrochen. Über das weitere Vorgehen will am Freitag ein Krisenstab beraten. (APA, 22.4.2022)