Der Tesla-CEO will einen "Marktplatz der Redefreiheit" schaffen.

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Tesla-Chef Elon Musk führt Insidern zufolge Gespräche über eine Änderung der Finanzierungsstrategie bei seiner geplanten Übernahme von Twitter. Musk spreche mit großen Investmentfirmen und vermögenden Privatpersonen über eine stärkere Beteiligung an dem Geschäft mit einem Volumen von 44 Milliarden Dollar, sagte mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Damit könnte der laut Forbes reichste Mann der Welt seinen Eigenkapitalanteil senken.

Besprochen werde auch eine Beteiligung über eine Form von Vorzugskapital mit fester Dividende. Musk habe zudem bei großen Twitter-Aktionären angefragt, ob sie ihr Geld in dem Unternehmen lassen könnten, statt sein Barangebot für die Anteile anzunehmen. Der ehemalige Twitter-Chef Jack Dorsey prüfe etwa diesen Schritt, sagte einer der Insider.

54,20 Dollar

Den Angaben zufolge sind an den Gesprächen unter anderen Apollo Global Management und Ares Management beteiligt. Von ihnen wie auch von den anderen genannten Parteien lag zunächst keine Stellungnahme vor. An der US-Börse stieg die Twitter-Aktie nach Bekanntwerden der Gespräche und lag kurz vor Schluss mit 49,63 Dollar 1,2 Prozent im Plus.

Musk will den Kurznachrichtendienst für 54,20 Dollar pro Aktie kaufen. Zuletzt bekam er ein mit Twitter-Anteilen besichertes Darlehen in Höhe von 13 Milliarden Dollar sowie eines im Umfang von 12,5 Milliarden Dollar, das mit Tesla-Aktien abgesichert ist. Börsenmitteilungen zufolge hat er außerdem Tesla-Aktien im Wert von 8,5 Milliarden Dollar verkauft. (APA, 3.5.2022)