Ein Opfer des Angriffs soll sich in kritischem Zustand befinden.

Foto: Lise Åserud / NTB via Reuters

Oslo – Bei offenbar willkürlichen Angriffen in Numedal im Südosten Norwegens wurde auf mehrere Menschen eingestochen, teilte die Polizei am Freitag mit. Eines der Opfer befinde sich in einem kritischen Zustand.

"Ich kann bestätigen, dass wir den Täter in Gewahrsam haben", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Kurz vor 10 Uhr war demnach ein Notruf eingegangen, der Verdächtige sei zehn bis 15 Minuten danach festgenommen worden.

Mehrere Zeugen

Laut dem Sender NRK wurden die Menschen bei einer Bushaltestelle vor einer Schule attackiert. Mehrere Schülerinnen und Schüler wurden Zeugen des Angriffs. Gesundheitspersonal, Polizeibeamte und Mitarbeiterinnen des Krisenteams der Schule sprächen mit dem Lehrpersonal und den Schülern über den Angriff, hieß es auf der Website der Schule.

In einer Presseaussendung schrieben die Ermittler, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen syrischen Staatsangehörigen handelt. Eines der Opfer ist seine Frau. "Wir versuchen uns gerade einen Überblick über den Vorfall zu verschaffen und können deshalb im Moment nicht mehr Informationen an die Öffentlichkeit geben", sagte Polizeiinspektor Odd Skei Kostveit.

Einer der Verletzten ist der Verdächtige selbst, ein weiteres Opfer ist männlich. Offenbar wurde der mutmaßlich Angreifer von Passanten überwältigt.

Justizministerin Emilie Enger Mehl schrieb auf dem Twitter, dass sie über den Vorfall informiert worden sei. "Meine Gedanken sind bei jenen, die verletzt wurden, und ihren Angehörigen." Sie dankte den Rettungskräften und der Gemeinde, die nun vor "herausfordernden Zeiten" stünden. (red, 20.5.2022)