Die Veränderungen in der Wertewelt haben unmittelbaren Einfluss auf die Loyalität: Fast 40 Prozent der Generation Z wollen ihren Arbeitsplatz in den nächsten zwei Jahren aufgeben.

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Die wichtigsten Themen für jungen Menschen sind die Klimakrise und die Aufrechterhaltung der finanziellen Sicherheit. Rund 40 Prozent der Jungen sehen die Bedrohung durch die Klimakrise als größte Sorge, dicht gefolgt von den steigenden Lebenshaltungskosten.

Mehr als 23.000 junge Menschen weltweit, davon rund 500 in Österreich, wurden vom Beratungsunternehmen Deloitte im Rahmen einer Studie zu ihrer aktuellen Lebens- und Arbeitssituation befragt. Als Generation Z gelten heute 19- bis 27-Jährige, geboren in den Jahren zwischen 1995 und 2003. Die Millennials wurden in den Jahren 1983 bis 1994 geboren, sind also zwischen 28 und 39 Jahre alt.

"Die Millennials und Generation Z haben sich in den Pandemiejahren neu orientiert. Ihr Blick auf die Zukunft ist aufgrund der vielen Unsicherheiten pessimistischer geworden, daher verschieben sich auch die Prioritäten und Wertigkeiten. Die jungen Menschen wollen von ihrer Arbeit leben können. Sie wollen aber auch gestalten und verändern, und das fordern sie von Unternehmen verstärkt ein. Die Arbeitgeber müssen auf die neuen Anforderungen adäquate Antworten finden", so Elisa Aichinger, Partnerin bei Deloitte Österreich.

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Negativer Ausblick

Rund die Hälfte der Befragten in Österreich erwartet für die nächsten zwölf Monate eine Verschlechterung der allgemeinen ökonomischen und der sozialpolitischen Situation – global erwarten dies rund 40 Prozent. Auch die finanziellen Erwartungen sind gesunken: Nur die Hälfte kann ihre monatlichen Lebenshaltungskosten bequem abdecken, und bloß fast 40 Prozent nehmen an, dass sie eine sichere Pensionsvorsorge haben werden.

Die Veränderungen in der Wertewelt haben unmittelbaren Einfluss auf die Loyalität – insbesondere bei der Generation Z: Fast 40 Prozent wollen ihren Arbeitsplatz in den nächsten zwei Jahren aufgeben, 39 Prozent sogar, ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben. Nur ein Viertel hat vor, länger als fünf Jahre zu bleiben. Neben schlechter Bezahlung, fehlendem Sinn in der Arbeit und mangelnden Perspektiven liegen die Hauptgründe dafür in dem hohen Stress-Level und Angst vor Burn-out. Viele Junge wollen hybrid und flexibel arbeiten und haben die Pandemiejahre dazu genutzt, abzuwägen, welche Prioritäten sie im Leben haben. (Karin Bauer, 23.5.2022)