Jordan Thompson trägt einen ziemlich geilen Schnauzer.

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Nichts zu holen für Naomi Osaka.

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Noch alles zu holen für Iga Swiatek.

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Paris – Rafael Nadal ist standesgemäß in die French Open gestartet. Der Grand-Slam-Rekordchampion aus Spanien setzte sich in seinem Erstrundenduell in Paris mit 6:2, 6:2, 6:2 gegen den unermüdlich kämpfenden Australier Jordan Thompson durch. Ebenso überzeugend präsentierte sich Titelverteidiger Novak Djokovic. Der Weltranglisten-Erste fertigte den Japaner Yoshihito Nishioka 6:3,6:1,6:0 ab. Bei den Frauen schied Titelverteidigerin Barbora Krejcikova dagegen bereits zum Auftakt aus.

"Ich bin sehr glücklich über den Sieg heute und froh, dass ich in drei Sätzen durchgekommen bin", sagte Nadal: "Es war ein positives Match, aber es gibt auch noch viel Raum für Verbesserungen."

Nadals Vorbereitung für Paris war nicht ideal. Beim Masters in Rom scheiterte der 35-Jährige körperlich angeschlagen im Achtelfinale am Kanadier Denis Shapovalov. Vor dem Start in Roland Garros zeigte er sich aber unbeeindruckt. Die Schmerzen im Fuß seien ständig da, "sie werden nicht mehr verschwinden", sagte Nadal, der im April auch noch wegen einer Stressfraktur einer Rippe pausiert hatte: "Es geht darum, ob die Schmerzen so stark sind, dass ich chancenlos bin."

Die Weltranglistenerste Iga Swiatek ist am Montag in Paris mit einem überzeugenden 6:2,6:0-Sieg gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko in die Tennis-French-Open gestartet. Es war der 29. Match-Erfolg der 20-Jährigen in Folge, ihre fünf zuletzt bestrittenen Turniere hat Swiatek gewonnen. Titelverteidigerin Barbora Krejcikova ist hingegen gleich zum Auftakt ausgeschieden, die Tschechin unterlag der 19-jährigen Französin Diane Parry, der Weltranglisten-97., 6:1,2:6,3:6.

Krejcikova hatte seit dem Turnier Mitte Februar in Dubai wegen einer Ellbogenverletzung pausieren müssen. Bei ihrem Comeback beging die 26-Jährige nach klar gewonnenem ersten Satz insgesamt 45 unerzwungene Fehler. Die Partie fand wegen Regens auf dem Court Philippe Chartrier unter geschlossenem Dach statt.

"Ein Traum wird wahr. Ich habe immer geträumt, auf diesem Court mit Unterstützung des französischen Publikums zu spielen", sagte die Lokalmatadorin Parry. "Sie haben mich zum Sieg getrieben. Ich bin derzeit der glücklichste Mensch. Gegen die Titelverteidigerin, da war ich im ersten Satz noch etwas angespannt. Ich habe mich dann aber gefangen." Parry spielt nun gegen die Kolumbianerin Camila Osorio.

Swiatek wiederum möchte ihren Lauf nun auf Grand-Slam-Ebene weiter fortsetzen, 2020 hatte sie in Roland Garros schon triumphiert. Sie hatte ihre bisher letzte Niederlage Mitte Februar in Dubai bezogen. "Ich weiß, dass die Siegesserie einmal reißen wird", sagte die Polin. "Aber ich fokussiere mich auf mein Tennis und nicht auf Zahlen und Statistiken. Das habe ich in den vergangenen Wochen gemacht, so mache ich weiter. Das hilft, konstant zu bleiben."

Die Japanerin Naomi Osaka hatte keinen so guten Tag, sie unterlag der US-Amerikanerin Amanda Anisimova 5:7,4:6. Osaka hatte 2021 in Paris für Aufsehen gesorgt, da sie sich wegen mentaler Probleme vor ihrem Zweitrundenspiel zurückgezogen hatte. Zuvor hatte sie Depressionen öffentlich gemacht und sich geweigert, mit Medien zu sprechen. Zuletzt war Osaka von Blessuren zurückgeworfen worden. Ob sie in Wimbledon spielen werde, ließ sie offen.

Die 19-jährige Anisimova hatte Osaka auch heuer in der dritten Runde der Australian Open besiegt, die Nummer 27 des Events hatte vor drei Jahren bei den French Open das Halbfinale erreicht. Anisimova bekommt es nun mit der Kroatin Donna Vekic zu tun, Swiatek mit der US-Amerikanerin Alison Riske. Weiter kam auch die zweifache tschechische Wimbledonsiegerin Petra Kvitova.

Nach dem Ausscheiden am Sonntag von Dominic Thiem und Sebastian Ofner ist Philipp Oswald im Doppel der letzte in den Hauptbewerben verbliebene Österreicher. Der Vorarlberger wurde gemeinsam mit dem Mexikaner Hans Hach Verdugo gegen die als Nummer zwölf gesetzte Paarung Marcelo Arevalo/Jean-Julien Rojer (ESA/NED) gelost. (APA, 23.5.2022)