Ganz egal ob in den Bergen, den Fluss entlang oder durch den Wald: Wir stellen acht reizvolle Ziele für Bike-Begeisterte vor.

Fuerteventura: Dünen, Strände und Vulkane

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Durchgängig sommerliche Temperaturen, abwechslungsreiche Landschaften und nur wenige Stunden Flug vom europäischen Festland aus machen die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas zu einem Urlaubsziel für das ganze Jahr. Besonders Mountainbike-Fans können auf jeder der Inseln aus zahlreichen Routen wählen, die entweder durch üppige Wälder, karge vulkanische Steppen oder unberührte Naturlandschaften verlaufen und für jede Schwierigkeitsstufe geeignet sind. Eine der schönsten Strecken findet sich auf Fuerteventura. Vom Künstlerdorf Lajares aus radelt man an beeindruckenden Vulkanen vorbei bis in den beliebten Ferienort Corralejo, der die Heimat der weltberühmten Dünen ist, und weiter die Küste entlang nach El Cotillo. Der Weg führt vorbei an einer Vielzahl an wunderschönen Stränden und Buchten und ist nicht nur für eingefleischte Mountainbiker ein Highlight.

Lofoten: Radeln im hohen Norden

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Eine Radreise, die man in den Sommermonaten planen sollte, ist die Westfjordroute auf den Lofoten – Mitternachtssonne inklusive. Vorbei geht's an ruhigen Fischerdörfern mit typisch norwegischen Bootshäusern auf Stützpfeilern, die sich über dem kalten Wasser und vor einem bergigen Hintergrund erheben. Man kann hier beim Radeln an der Küstenlinie Stille und Einsamkeit erleben. Die Hauptstraßen sind sehr gut ausgebaut und verlaufen am Fuß der Berge. Die Steigungen sind gering und gut befahrbar.

Eindhoven: Auf der Kurzstrecke

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Nur 600 Meter lang führt der Van-Gogh-Roosegaarde-Radweg von der Wassermühle Opwettense in Nuenen zu der Wassermühle Collse in Eindhoven in den Niederlanden. Beide hat der berühmte niederländische Maler in seinen Werken verewigt. Die Strecke ist quasi ein Freiluftmuseum mit Orten, die Van Gogh inspirierten. Doch nachts wird es erst richtig genial. Denn dann haben Zweiradfans tausende leuchtende, mit Solarstrom betriebene Muscheln in wirbelnden Mustern unter den Reifen. Sie versetzen Träumer und Schwärmer in das bekannte Werk "Sternennacht" von Van Gogh. Er ist Teil des Van-Gogh-Radwegs, der auf einer Länge von 435 Kilometern durch die ganze Provinz Nordbrabant führt.

Victoria: Biking Down Under

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Der im Südosten Australiens gelegene Bundesstaat Victoria gilt als Paradies für Outdoor-Fans und Aktivurlauber. Für ambitionierte Radler lohnt sich ein Ausflug in die Grampians. Der Gebirgszug im dünn besiedelten inneren Landesteil von Victoria bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Region auf zwei Rädern zu erkunden. Von gemütlichen, schattigen Radwegen bis zu nächtlich beleuchteten Mountainbike-Strecken sollte für jeden etwas dabei sein. Zu den Highlights zählen die Routen entlang des Lake Hamilton und des Wimmera River, durch die Talsohle bei Halls Gap und vorbei an einem der pittoresken Städtchen wie Dunkeld. Im Grampians National Park sorgen zahlreiche Aussichtsplätze und Wasserfälle für die eine oder andere lohnenswerte Verschnaufpause. Für Familien ist die Route entlang des Natimuk-Mount Arapiles Rail Trail, der auf rund zehn Kilometern Länge das Dorf Natimuk mit der beeindruckenden Gesteinsformation des Mount Arapiles verbindet, empfehlenswert.

Loire-Tal: Eine Radtour wie aus einem Märchen

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Eine ruhige Brise, üppige Eichen- und Kiefernwälder, vorbei am sanft fließenden Cosson-Fluss: Auf zwei Rädern lässt sich die Domaine de Chambord am besten erkunden. Vor der Kulisse des historischen Schlosses Chambord genießen Besucherinnen und Besucher auf rund 20 Kilometern eine romantische Radtour wie aus einem Märchen. Als einziges Hotel im Waldnationalpark ist das luxuriöse Boutique-Hotel Relais de Chambord perfekt gelegen für Touren jeglicher Art. Für Gäste, die das Anwesen und die umliegende Region des Loire-Tals erkunden möchten, bietet das Hotel die Möglichkeit, Fahrräder und E-Bikes zu mieten.

Südburgenland: Von wegen flach

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Rund um den Neusiedler See zu radeln wird auf die Dauer fad. Das dachte man sich wohl auch beim Burgenland Tourismus und hat vor kurzem die Burgenland-Trails im südlichen Landesteil eröffnet. Auf einer Länge von über 40 Kilometer können die Trails zwischen Lockenhaus und Rechnitz am Geschriebenstein (immerhin der höchste Berg des Burgenlands) ganzjährig von Mountainbikerinnen und Mountainbikern jeder Leistungsstufe befahren werden.

Fränkisches Weinland: Dem Wasser nach

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Wer im Fränkischen Weinland dem Wasser folgt, ist definitiv auf dem richtigen Weg: Entlang der Flüsse verlaufen Radrouten, auf denen sich die Kultur- und Genusslandschaft der Region erschließt. Zum Beispiel auf dem 600 Kilometer langen Main-Radweg, der die beiden Quellen des Mains mit dessen Mündung in den Rhein verbindet und dabei vom Osten bis in den Westen von Franken führt. Im Fränkischen Weinland bringt er die Radler unter anderem in die Kunststadt Schweinfurt, an die Volkacher Mainschleife, in die alte Weinhandelsstadt Kitzingen, nach Würzburg mit seiner Residenz (Unesco-Welterbe) oder nach Karlstadt mit der Fachwerk-Altstadt.

Grand Canyon: In den Sonnenaufgang

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Wer sich im Morgengrauen im Grand Canyon (Arizona, USA) auf den Sattel schwingt, der erlebt ein farbenfrohes Spektakel: Im Lauf des Tages färben sich die Felsformationen von Rosa über Gelb bis hin zu einem glühenden Orange. All das lässt sich ohne große Anstrengung erleben. Denn der 20 Kilometer lange Rim Trail ist ein einfacher Weg, der sowohl zu Fuß als auch auf dem Fahrrad gemeistert werden kann und einige Aussichtspunkte bietet. Hopi Point zum Beispiel ist mit seiner unverstellten Sicht der ideale Ort, um den farbenprächtigen Sonnenaufgang zu bestaunen. (red, 3.6.2022)